* Deutsche Post und der Wahlkampf

Nach dem Facebook-„Skandal“ (Anführungszeichen deshalb, weil es keine Skandale waren, sondern  lediglich Belege für Dinge, die man eh schon ahnte oder wissen konnte)
wird nun die Deutsche Post in Erklärungsnot gebracht.

Die Fakten: CDU (die selbsternannte Datenschutz-Partei) und FDP (die selbsternannte Digitalisierung First-Partei) nutzten für den Wahlkampf 2017 massenhaft Daten der Deutschen Post, in denen mögliche Wählereigenschaften anonymisiert bis auf den Straßenzug heruntergebrochen waren.

In Artikeln ist zu lesen: „CDU und FDP haben Daten gekauft“.
Diese Formulierung ist ggf. unsauber. Denn es stellt sich die Frage: Haben die Parteien anonymisierte Datenlisten von der Post erhalten (gekauft) oder nur die Zustellung an bestimmte definierbare Zielgruppen, ohne selbst weitere Details zu erfahren?

Die Frage wäre eher, woher weiß der Zusteller eigentlich, in welchen Stadtteilen oder Straßenzügen bestimmte Zielgruppen wohnen?

Teilen ...
Dieser Beitrag wurde unter IT-Kolumnen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.