* Die DSGVO … und die Homepage des deutschen Kanzleramts

Aus der Reihe „Die Kleinen …., die Großen …“ schauen wir uns mal kurz die Internetseite https://www.bundeskanzlerin.de/ bzgl. der DSGVO an.

Eine kurze Analyse der dortigen Datenschutzerklärung und der Homepage zeigt:

  • https-Verschlüsselung – OK
  • das Kontaktformular enthält keine anzuhakende „Checkbox“ bzgl. der Zur-Kenntnisnahme der Datenschutzerklärung und keine Hinweise auf die Datennutzung der eingegebenen Formulardaten
  • die Homepage besitzt scheinbar zwei Datenschutzerklärungs-Seiten.
    Die oben im Menü und damit auf jeder Seite verlinkte Datenschutzerklärung ist in einigen Punkten nicht DSGVO-konform; es fehlen Hinweise auf die Betroffenrechte; es fehlt u.a. die detaillierte Schilderung der Betroffenen-Rechte und z.B. der Hinweis, dass die Seite „verdeckt“ mit GoogleServern kommuniziert (das Browserplugin „Disconnect“ zeigt dies an).
    Interessant: Im Text des Kontaktformulars ist eine andere Datenschutzerklärung verlinkt; die deutlich detaillierter ausgestaltet ist und dem ersten Anschein nach DSGVO-konform ist.

Kommentar:
Na, wie schaut’s? Traut sich ein Abmahn-Anwalt an die Sache ran?

Wie? Achso stimmt, Behörden und staatliche Stellen sind in der DSGVO ja explizit ausgenommen und können daher auch nicht abgemahnt werden. Macht wahrscheinlich Sinn, müsste ja der Steuerzahler zahlen, so wie er alle Versäumnisse der Politik eh schon zu zahlen hat.
Übrigens … wann kommt eigentlich endlich die vorangetriebene europäische Bankenunion, damit z.B. der deutsche Sparer mit seinen Kontoguthaben beispielsweise italienische Banken retten darf?

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