* Ahnenforschung in der Cloud – gefundes Fressen für Hacker + Geheimdienste – Datendiebstahl bei myHeritage

Die Meldung ist schon etwas älter. Bei MyHeritage sind laut Meldungen aus dem Juni 2018 ca. 92 Millionen Nutzerdaten abgegriffen worden.

Stammbäume sind davon scheinbar nicht betroffen sondern nur E-Mail-Adressen und Passwort-Hashes von mehr als 92 Millionen Nutzern.

Auf der Online-Plattform MyHeritage können Stammbäume eingetragen und gepflegt werden. Desweiteren ermöglicht die Plattform durch Querverknüpfungen das Auffinden von Stammbaumsträngen in den Ahnentafeln anderer Benutzer. Zudem bietet die Plattform DNA-Tests an zum Abgleich von Verwandtschaftsverhältnissen.

Aus Privatsphäre-ethischen Gründen kann man eigentlich nur davon abraten, seinen Stammbaum auf einer (zumal noch aussländischen) Online-Plattform zu pflegen. Hierbei gibt man sensible privaten Daten etlicher Verwandter meist ohne deren Einverständnis aus der Hand und unter fremde Kontrolle.

Warum sind solche Plattformen ein Eldorado für Cyberkriminelle?

Cyberkriminelle punkten besonders gut, wenn sie viel über ihre Opfer herausfinden können. Berufe, Wohnorte, Geburtsdaten etc. Wie toll wäre es für Cyberkriminelle, noch gleich diese Daten der ganzen Verwandtschaft und Vorfahren zu erhalten. So ein Enkeltrick sicherlich viel besser, wenn man im Gespräch am Telefon noch etwas aus der Familienhistorie einstreuen kann.

Warum sich Geheimdienste ggf. die Finger nach den Stammbäumen möglichst vieler Menschen sehnen, dürfte auf der Hand liegen.

Quelle „Datenleck bei myHeritage“:
https://www.heise.de/security/meldung/DNA-Webseite-MyHeritage-Hacker-kopiert-Daten-von-92-Millionen-Nutzern-4069752.html

 

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