* Elektrosmog Serie Teil 6 – Tipps vom Bundesamt für Strahlenschutz zu Geräten im Haushalt

(Teil6) Aufgrund der Diskussionen um einen LTE-Mobilfunkmast mitten im Bürgstadter Wohngebiet Bürgstadt-Nord mussten wir feststellen, dass das Thema Elektrosmog und hochfrequente elektromagnetische Felder aus den Köpfen weitflächig verschwunden ist. Wir möchten an den gesunden Menschenverstand appellieren und kramen das Thema gerne wieder unter dem Teppich hervor.

Panikmache? Was sagen denn die Behörden?

Mobilfunk & Co sind elektrische Strahlungsfelder/impulse. Wenn eine deutsche Behörde klare Minimierungs-Empfehlungen auspricht, kann man davon ausgehen: übertrieben ist es sicher nicht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Geräte im Haushalt – Tipps vom Bundesamt für Strahlenschutz

Kennt noch jemand den Tipp: Keine elektrischen Geräte, keine Trafos, keine stromführenden Leitungen am Bett? WLAN nachts ausschalten? Kabel- oder Schnurlostelefone?
Die Jugend sagt: „Pff, Das haben sich doch unsere Omas gefragt!“
Gegenfrage: Hat sich in den letzten 20 Jahren irgendwas am menschlichen Organismus geändert?

Zitate aus der Haushaltsgeräte-Broschüre des Bundesamts für Strahlenschutz:

  • Niederfrequente elektrische und magnetische Felder treten überall dort auf, wo elektrische Spannung anliegt und Strom fließt.
    Hochfrequente elektromagnetische Felder werden genutzt, um z. B. Speisen in Mikrowellengeräten zu erwärmen oder Informationen drahtlos zu übertragen, z. B. beim Handy oder beim schnurlosen Telefon (Anmerkung M.Weis: auch WLAN und Bluetooth)
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  • Gesundheitsschädliche Wirkungen können jedoch auftreten, wenn die im Körper erzeugten Feldstärken bestimmte biologische Wirkungsschwellen überschreiten.
    Nerven und Muskelzellen können gereizt werden. Je weiter die Schwelle überschritten wird, umso größer sind auch die gesundheitlichen Risiken. Wenn die Nervenleitung im Körper beeinträchtigt wird, drohen zum Beispiel Herzrhythmusstörungen.
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  • es gibt Hinweise darauf, dass magnetische Flussdichten bereits oberhalb von 0,3 bis 0,4 mikroTesla das Risiko für eine bestimmte Form von Leukämie im Kindesalter erhöhen könnten
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  • bei den hochfrequenten Feldern des Mobilfunks sind vorallem die langfristigen Wirkungen im Hinblick auf die Entstehung von Hirntumoren bei Handynutzern noch
    nicht abschließend geklärt.
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  • Geräte vollständig ausschalten, wenn sie nicht benötigt werden (Anm. M.Weis: Erinnert sich noch jemand an das Thema „Netzfreischalter“ für Schlaf- und Kinderzimmer?)
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  • beim Induktionsherd einen Mindestabstand von 5 bis 10 cm von der Vorderkante des Herdes einhalten und die Töpfe den Angaben des Herstellers entsprechend nutzen.
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  • Babyphone mind. 1 Meter entfernt vom Kind aufstellen und den Netztrafo
    möglichst weit vom Kind betreiben (Anm. M.Weis, das gilt dann wohl auch für alle Netz-Trafos, egal welchen Gerätes)
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  • bei schnurlos-Haustelefonen (DECT) die Reichweite minimieren, auf Full-Eco-Dect
    achten (Basis und Mobilteile pulsen nicht dauerhaft, sondern nur beim Telefonieren)
    Stellen Sie die Basisstation an einem funktechnisch günstigen Ort auf, an dem sich Personen nicht ständig aufhalten, zum Beispiel im Flur. Nutzen Sie Freisprechfunktionen der Telefone. Führen Sie kurze Telefonate. Achten Sie beim Kauf eines neuen DECT-Telefons darauf, dass diese Kriterien erfüllt sind, wenn
    auf den Einsatz schnurloser Technik nicht verzichtet werden kann. (und aus der Broschüre für Schulklassen:) Verwenden Sie verkabelte Telefone, wenn möglich.
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  • WLAN: Bevorzugen Sie Kabelverbindungen, wenn auf Drahtlostechnik verzichtet werden kann. Vermeiden Sie die Aufstellung von zentralen WLAN-Zugangspunkten in unmittelbarer Nähe der Orte, an denen sich Personen ständig aufhalten, zum Beispiel an einem Arbeitsplatz. Minimieren Sie die WLAN-Sendestärke, um die (meist auf ‚maximal‘ voreingestellte) Strahlungsleistung zu reduzieren. (Anm. M.Weis: WLAN bei Nicht-Nutzung abschalten, insbes. nachts; WLAN-Repeater ziehen, denn die funken meistens dennoch weiter)

Quellen:

 

 

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