* Neujahrsgedanken – Spenden/Danken statt Böllern und die Vorsätze bzgl. der zu geringen Zeit…

Auch 2018 verzichteten wir auf Sylvesterböllerei und Kundenpräsente; stattdessen unterstützten wir auch im vergangenen Jahr wieder verschiedene gemeinnützige Organisationen und Vereine; teils mit eigener Arbeitszeit, teils mit Fördermitgliedschaften und Spenden.

… umso ärgerlicher ist es, wenn man in der Neujahrsnacht nach Hause kommt und der Straßenbereich an zwei Ecken einer Müllhalde gleicht aus Pulverresten, Papierhüllen, Knallerverpackungen, leeren Böllerabschussbatterien und anderem Schutt. Naja, die Verursacher machen das ja sicher am Neujahrstag weg, denkt man naiv. Weit gefehlt.

Es ist bezeichnend für den Zustand unserer sinnentleerten Spaß-, Konsum- und Vollkasko-Gesellschaft, dass einerseits einem fragwürdigen umweltbelastendem „Brauch“ gefröhnt wird, dessen Aufräumarbeiten dann noch („naja, die Gemeinde wirds schon wegräumen“) der Allgemeinheit finanziell zur Last fallen.
In der Aufräumzeit könnten die betroffenen Personen (egal ob freiwillig aktiv werdende Nachbarn oder Gemeinde-Arbeiter) sinnvollere Dinge erledigen, als gedankenlosen, kehrfaulen Knallfröschen hinterherzukehren.

„Jetzt mach aber mal langsam,  die Knallerei gehört zum Jahresabschluss dazu!“.

Mag sein … aber ich erlaube mir die Gegenfrage: Wieviele Raketen und Böller wurden im Haushalt gekauft und gezündet? Hingegen wievielen wichtigen Menschen, positiven Ereignissen bzw. gemeisterten negativen Ereignissen des vergangenen Jahres wurde in Gedanken oder gar persönlich gedankt? Wie oft wurde während der Knallerei die 0815-Floskel „frohes neues“ bier- und sektseelig per 1-Sekunden-Umarmung dahingenuschelt anstelle eines ernstgemeinten, bewusst ausgesprochenen Dankes und Wunsches, eventuell mit Bezug auf die konkrete Lebenssituation des Express-Beglückwünschten?

Kommt es an Neujahr nicht darauf an, Sorgen hinter sich zu lassen, gemeisterte Situationen revuepassieren zu lassen, das alte Jahr zu feiern und das neue Jahr zu begrüßen? Aus gemachten Fehlern zu lernen? Glückliche Momente und Fügungen des vergangenen Jahres zu erkennen? Den Abend mit engen Freunden zu verbringen? Sich zu freuen auf ein neues Jahr mit vielen gestalterischen Möglichkeiten? Den Blick gen Himmel und Horizont schweifen zu lassen, anstatt diesen mit künstlichen Nebelschwaden zu verhängen? Das Jahr mit einem aufgeräumtem Kopf zu beginnen anstatt mit unaufgeräumten Straßen 🙂

Allen Lesern dieser Zeilen wünschen wir ein frohes, glückliches und gesundes Jahr!

Wenn Sie sich als guten Vorsatz genommen haben „ich möchte wieder mehr Zeit haben für ….“, dann formulieren Sie diesen Vorsatz einfach um in „ich werde mir mehr Zeit nehmen für …“. Das folgende Gespräch mit dem Zeitdenker Karlheinz Geissler ist hierfür ein nützliches Neujahrs-Ritual:

 

 

Teilen ...
Dieser Beitrag wurde unter News veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.