** WhatsApp in Unternehmen/bei Selbständigen versus DSGVO

Nichts neues …


Im September 2013 schrieb ich in unserem Kundenmagazin:
„WhatsApp gehört zu den Apps, die sich bei der Installation durchaus fragwürdige Berechtigungen vom Anwender genehmigen lassen. (…) Dazu gehört eben insbesondere auch der Zugriff auf die komplette (!!) Kontaktliste und die automatische Weitergabe der Daten sowie der gesamten Kontaktliste an die WhatsApp-Server.“

Zu deutsch: Man liefert damit alle Telefonbuch-Kontakte, die im Smartphone gespeichert sind, egal ob Freund, Oma, Geschäftspartner, minderjährige Kinder ohne Zustimmung an WhatsApp (und damit an den Mutterkonzern Facebook).

Wirklich?

Ja, alle Kontakte, d.h. Namen, geschäftliche Telefonnummern, private Telefonnummern, Faxnummern etc (was halt jeweils von der Person im Handy-Adressbuch hinterlegt ist.

Aber die nutzen doch alle selber WhatsApp?

Nein, es werden ALLE Inhalte des Adressbuchs übertragen, auch jene, die selbst gar kein Whatsapp benutzen. Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass jeder, der WhatsApp auf seinem Handy nutzt, den US-Geheimdiensten dabei hilft, eine umfassende Datenbank aktueller Handynummern inklusive zugehörigen Namen und „Wer kennt wen“-Beziehungen anzulegen. Das klingt Spinnert? Abwegig wäre das nicht.

Ja aber Sie haben doch auch WhatsApp!

Ja, aber wir haben ein „Whats-App-Quarantäne-Handy“ … das nicht zum Telefonieren genutzt wird. Darin befindet sich eine ungenutzte Prepaid-Karte, d.h. deren Mobilfunknummer wird nur für WhatsApp genutzt. Daher befinden sich auf diesem Smartphone keine Telefonkontakte und daher auch keine Kontaktdaten von Personen, die kein WhatsApp nutzen.

Ein Artikel aus dem Jahr 2018 zum Thema WhatsApp und DSGVO:

https://www.e-recht24.de/artikel/datenschutz/11023-whatsapp-auf-firmenhandy-nach-dsgvo-erlaubt-oder-nicht.html

Teilen ...
Dieser Beitrag wurde unter IT-Kolumnen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.