* EU, Europa – Erfolg oder Selbstverwaltung vergangenen Ruhms?

Selten fielen dem aufmerksamen Beobachter so viele „visionslose“ Wahlplakate auf wie bei dieser Europawahl. Woher kommt die „wohlige EU-Müdigkeit“?

In der NZZ erschien hierzu ein Gastkommentar:

https://www.nzz.ch/meinung/europa-und-der-freundliche-weckruf-aus-washington-ld.1483104


Ein Aspekt fehlt mir jedoch in dem o.g. Kommentar.

So mancher Europäer scheint bequem und risikoscheu geworden zu sein. Vielleicht ist das normal in langen Friedenszeiten. Man scheut Veränderungen, egal ob gute oder schlechte, denn alles, was sich verändert, erfordert eine mentale Anpassung im Alltag, das Hinterfragen eigener Meinungen, die Veränderung eigener Ausrichtungen, Investitionen und Lebensweisen.

Fast könnte man den folgenden Eindruck gewinnen:
Viele Bürger, Politiker und Unternehmen fahren scheinbar lieber weich, bequem und lethargisch stetig bergab, anstatt ruckelnd mit Schwankungen und leichten blauen Flecken bergauf.

Vielleicht ist auch das der Grund, dass sich die Politik vor mutigen (aber notwendigen) Veränderungen drückt, aus Angst, man könnte die Wohlfühlblase des Bürgers auf der heimischen Couch – egal in welche Richtung – verformen.

Die Folge: Nötige Anpassungsprozesse werden durch Risikovermeidung aufgeschoben und binden damit Kreativität, Arbeitskraft und Innovation an den falschen Stellen.
Das mag gut sein für rückwärtsgewandte Statistiken, jedoch hinderlich für die Zukunft 🙂

 

 

 

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