** Verbot von Nicknames im Netz ante portas?

Ja, der Mord am Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (Juni 2019) ist abscheulich und verurteilenswert. Hassreden – egal aus welcher Richtung – sind zu verurteilen.

Abr es dauerte nur wenige Tage, bis blinder Aktionismus geäußert wurde.
Man müsse eine Echtnamen-Pflicht im Internet einführen, schallte aus CDU (AKK) und aus diversen „Experten“-Mündern in Nachrichtensendungen.

Freie Meinungsäußerung und rechtskonforme Diskussionen in Kommentarbereichen, Blogs und Foren im Internet sind vor allem deswegen so wertvoll, weil dort eben keine Echtnamens-Pflicht besteht und sich ggf. auch Journalisten und rechtskonforme Systemskeptiker dort austauschen können, ohne gleich einen Shitstorm politisch moralischer Entrüstung oder Mobbing erfahren zu müssen.

Wer weiß ob Skandale wie unerlaubte Waffenlieferungen, Korruption, Steuerhinterziehungen etc nur durch die Möglichkeit anonymer Kontaktaufnahmen und Tippgebungen erst bekannt wurden.

Auch Journalisten haben den informationsfreiheitsgefährdenden Reflex erkannt; hier ein Artikel aus dem Tagesspiegel:

https://m.tagesspiegel.de/politik/klarnamen-im-netz-akk-sitzt-einem-irrglauben-auf/24441942.html

„Wer die Freiheit für mehr Sicherheit beschneidet, wird am Ende beides verlieren.“
(Benjamin Franklin)

Teilen ...
Dieser Beitrag wurde unter Gesellschaft veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.