* Nullzins, Inflation und on top neue Finanztransaktionssteuer? … Rentenansparverluste

Welche Auswirkungen hätte die geplante neue Finanztransaktionssteuern auf Renten?

https://www.handelsblatt.com/politik/international/finanztransaktionssteuer-14-000-euro-steuer-fuer-einen-durchschnittlichen-riestervertrag/6126660-4.html?ticket=ST-10010779-gLUTSln2K7zEXubkBfiP-ap6

https://www.businessinsider.de/oekonom-erklaert-wie-teuer-die-neue-boersensteuer-fuer-euch-wird-2019-6

Zitat: So würde ein durchschnittlicher Riester-Fondssparer, der 40 Jahre lang monatlich 100 Euro einzahlt, nach Berechnungen des Fondsanbieters Union Investment mehr als 14 000 Euro Finanztransaktionssteuer zahlen. Der Gesetzgeber müsse deshalb dafür sorgen, dass Privatanleger von der Steuer ausgenommen werden, fordert Christoph Boschan, Geschäftsführer der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse in Stuttgart: „Sie haben die Finanzkrise nicht verursacht, tätigen ihre Investitionen aus bereits versteuertem Einkommen und entrichten bereits die Kapitalertragsteuer.“

Kommentar:

Es reicht scheinbar nicht aus, den deutschen Industrie-Standort anderweitig zu schädigen, also gleich auch noch das Investieren in Unternehmen madig machen; gute Idee. Der Sinn von Aktien war einmal: Kluger Kopf hat eine Idee und will Arbeitsplätze schaffen, hat aber kein Geld. Investor hat keine Idee, besitzt jedoch Geld. Die Börse soll beide zusammenbringen.

Naja, der Markt wird es dann anders regeln; Fintech-Unternehmen werden statt Aktien dann Crowdfunding betreiben oder Community-Kredite einsammeln – der Staat hätte dann einerseits die Aktien/Fondmärkte vergrault, Renteneinzahlungen in zuvor jahrelang propagierte private Vorsorgeprodukte kastriert und zudem keine Mehreinnahmen, wenn Investoren andere Wege der Unternehmensbeteiligung suchen.

Fassen wir das Vorhaben zusammen: Der Staat runiniert seit Jahren die Renten und den Sparzins, der Sparer spart Aktien/Fonds mit bereits versteuertem Einkommen an. Beim Verkauf der Aktien/Fonds mit Gewinn greifen bereits 25% Kapitalertragssteuer. Nun käme bei Aktien/Fondkauf eine weitere Steuer hinzu. Desweiteren wird die Rente auch noch versteuert. Und wer sich dann zu arg aufregt und dabei zuviel Sauerstoff verbraucht, zahlt gleich noch CO2-Steuer obendrauf. 🙂

Naja, wie es halt so ist, wenn ein Staat jahrelang über seine Verhältnisse gelebt hat, den Status Quo verwaltet hat anstatt zu Agieren, sich selbst mit einer „schwarzen Null“ Sand in die Augen gestreut und es versäumt hat, Steuern bei Hochfrequenztrading, Umsatzsteuerkarusellen und Scheinfirmen einzutreiben … dies war jahrelang gefordert, aber Lobby war nun mal wichtiger als Verstand.

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