Adobe Flash Player stirbt 2020 – was macht der überhaupt?

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Seit mindestens 2 Jahren ist bekannt, dass der Adobe Flash Player den Weg allen Irdischen gehen wird und immer stärker blockiert wird. Erst gestern hatten wir wieder eine zwei Fernwartungen zu diesem Thema, weil ein Software-Hersteller das Problem aussitzt. Was ist Flash und wofür braucht man es?

Was macht Flash überhaupt?

Flash ist eine Softwarebibliothek, mit der es möglich ist, bewegte Inhalte, Bildabfolgen oder Videos auf einer Homepage darzustellen. Flash wird auch für so manche Multimedia-Streaming-Anwendungen oder Online-Sprach/Videokonferenzen genutzt. Auch die bei Jung und alt beliebten „Browserspiele“ nutzen größtenteils Flash.
Damit eine Internetseite solche Inhalte beim Besuch abspielt, muss auf dem Computer des Anwenders Flash installiert sein, genauer: das Flash-Plugin im Webbrowser; ein Zusatzmodul, das den Browser mit Flash-Fähigkeit ausstattet.
Wie jedes Plugin oder Add-On wird damit der Web-Browser verwundbarer; die ellenlange Liste von Flash-Sicherheitsupdates zeugt davon. Auch aus diesem Grund trennen sich immer mehr Internetseiten von der Flash-Technik.

Browser setzen Flash zunehmends vor die Tür

Seit etlichen Jahren thematisieren wir den Adobe Flash Player (d.h. dessen Browser-Plugin) als eines der größten Virus-Einfallstore beim Surfen im Internet. Seit ca. 2 Jahren rücken zum Glück immer mehr Internetseiten und Programme von Adobe Flash ab.

Adobe wird den Flash Player 2020 einstellen.

Firefox verbannt den Flash Player zunehmends. Auch Google Chrome dreht dem Flash-Plugin immer stärker den Hahn zu. Leider nutzen noch viele Internetseiten Flash zum Abspielen von Ton und/oder Videos, obwohl dies seit einer gefühlen Ewigkeit in HTML5 realisierbar ist. Youtube vollzog diesen Schritt vor ca. 2-3 Jahren.

Software“sünder“, die sich noch nicht von Flash getrennt haben

Einige Hersteller nehmen den Feuerball am Horizont scheinbar noch nicht ernst und betreiben ihre Software nach wie vor mit Flash; was in unserem Kundenkreis immer öfter zu Einsätzen führt, weil ein Flash-Plugin blockiert wurde, neue Freigaben benötigt oder im aktuellen Webbrowser nicht mehr funktioniert.

Beispiele hierzu gibt es viele:

  • Kartenspiele wie Everest Poker, diverse Schafkopf-Games
  • Browsergames-Plattformen
  • behördliche Software wie z.B. das kirchliche Homepage-Redaktionssystem „isiweb“ (u.a. für Websites von Kindergärten, Kirchengemeinden, hier geht die Bildbibliothek bislang nicht ohne Flash)
  • Business-Webplattformen für Reisebüros (haben zudem oft dasselbe Problem mit Java-Applets)
  • Schulsoftware bzw. Lernprogramme, die auch gerne in Schulen genutzt werden (z.B das 10Finger-Lernprogramm Calli Clever)
  • Online-Kataloge, Online-Werbung, Intro-Filme auf Firmenhomepages
  • teure Business-Meeting/Webinar-Plattformen wie clickmeeting
  • multimediale Präsentationen
  • u.v.m.

Zur Historie

Flash trat Ende der 90er auf den Plan. Die Firma Macromedia kaufte das Produkt FuturesplashPlayer auf und machte daraus „Flash“.
Flash ermöglichte es erstmals, bewegte Inhalte, Bildabfolgen oder gar Videos auf einer Homepage darzustellen – sensationell für die damalige Zeit. Ich kann mich noch daran erinnern, als wir uns in 1998 in der Webprogrammierabteilung über rotierende 3D-Schriften auf einer Homepage freuten. Heute bekommt das jeder Bildschirmschoner auf dem Display einer Mikrowelle besser hin. 🙂

 

 

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