Essener Tafel – medialer Aufschrei fehlgeleitet? Und zu spät?

Die Essener Lebensmittel-Tafel verhängte einen vorübergehenden Aufnahmestopp für Personen ohne deutschen Pass. Schnell sind pauschale Rassismus-Vorwürfe ausgesprochen, es ginge pauschal gegen Migranten.  Moralische Dogmen scheinen sich jedoch abgenutzt zu haben. Konstruktiver Realismus täte alle Beteiligten gut.

Der Vorsitzende der Tafel thematisierte mutig einen Verdrängungswettbewerb an den Tafeln. Aber das Thema scheint komplexer. Es gäbe keine Kultur des Anstellens mehr, Frauen fühlten sich unwohl.

Die Tafel in Marl traf diesselbe Entscheidung schon Mitte 2017; warum gab es da keinen medialen Aufschrei? Denkbar: Weil es vor der Bundestagswahl war?
https://www.welt.de/politik/deutschland/article174086327/Nordrhein-Westfalen-Marler-Tafel-hat-seit-Monaten-Aufnahmestopp-fuer-auslaendische-Maenner.html

Hier ein Kommentar der Nachdenkseiten:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=42658

Und ein Kommentar der SZ:
http://www.sueddeutsche.de/panorama/meinung-am-mittag-tafeln-ein-glueck-fuer-beduerftige-eine-schande-fuer-den-sozialstaat-1.3879982

Nachtrag:
Unbekannte beschmierten Autos der Tafel Essen mit Worten wie „NAZIS“. Debattenkultur ad acta.
https://www.derwesten.de/staedte/essen/nach-angekuendigtem-aufnahme-stopp-fuer-auslaender-bei-der-essener-tafel-unbekannte-beschaedigen-fahrzeuge-und-tueren-id213542007.html

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