* Windows-Update KB4088876 – Skriptfehler in Diabolo-Bürosoftware

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Das kumulative Sicherheitsupdate 2018-03 von Microsoft hat im Kundenkreis mehrere Versionen des Handwerke-Büroprogramms „diabolo“ lahmgelegt.

Der Fehler äußerte sich durch einen „Skriptfehler in common.inc (Name erneut definiert: UNDEFINED)“ beim Programmstart.
Auch das Schreiben neuer Rechnungen war nicht mehr möglich.

Ein Einkreisen des Problems ergab die Fehlerursache: das MS Sicherheitsqualitätsrollup 2018-03 KB4088876  für Windows 8.1 von Mitte März 2018. Auch auf WIndows 10 trat der Effekt bei einem anderen Kunden auf.

In einem Fall war eine ungewartete Programm Version aus dem Jahr 2013 betroffen.
Der Fehler traf aber auch eine aktuelle Version, die nur wenige Monate alt war.

Nachtrag 1: Die Firma Moser (Hersteller der Diabolo Handwerkerbürosoftware) bietet ggf. noch übergangsweise bis zum Win7/8-Support-Ende einen Patch an. Wenden Sie sich einfach an deren Support.

Link: https://blog.moser.de/windows-updates-vom-13-08-2019/

Nachtrag 2: Selbst wenn man ältere Programmversion von Diablo irgendwie unter Win10 zum Laufen bekommt, tritt das Problem mindestens zweimal pro jahr wieder genauso (oder andere Probleme) auf, denn Windows 10 eneuert zweimal pro Jahr quasi das gesamte Betriebssystem; daher müssen Softwarehersteller ihre Programme stets aktuell halten. Das war bislang bei keiner Windowsversion der letzten 25 Jahre der Fall. Das setzt auch die Softwarehersteller unter Druck, die ggf. zweimal pro Jahr an ihrer Software nachbessern müssen. Daher stellen die Softwarehersteller-Hersteller meist auf Software-Abonnementversionen um.

Kommentar:

Die Zeiten, in denen man ein Programm kaufte und es dann ohne Mehrkosten 3-8 Jahre benutzen konnte, sind vorbei. Ausser, man wickelt immer wieder bestimmte Windows-Sicherheitsupdates zurück, was jedoch einen Nachteil für die Rechnersicherheit darstellt.

Es zeigt aber auch, dass ggf. Software-Entwickler jeder Art künftig stärker in der Pflicht sind, ihre Programme bzgl. des Programmcodes – wohl leider kostenintensiv – ständig an neue Betriebssysteme anzupassen und sich nicht mehr auf „naja, läuft ja“ verlassen können. Auch deswegen wird sich wohl (leider) das Lizenzmodell „Software per Monatsmiete“ weiter durchsetzen.

 

 

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