* Yahoo-Startseite und der „Wir sind Oath“-Cookieterror

Während in Europa spätestens seit der DSGVO zum defensiven, freiwilligen bzw. aufgeklärten Einsatz von Cookies auf Internetseiten gemahnt wird, schlägt der neue Yahoo-Eigentümer Oath der Privatsphäre ins Gesicht und zeigt, wie dumm es ist, wenn man sich mit einem Cookie merken muss, dass der Nutzer irgendetwas (z.B. auch der Nutzung von Cookies) zugestimmt hat.


Auslöser dieses Blog-Eintrags: Ein Kunde, der statt seiner Yahoo-Starteite bei jeder Internetsitzung (Firefox) immer wieder die „Yahoo ist Teil von Oath“-Seite erhält.

Ursache des Problems: Der Firefox-Browser war von uns – zum Schutz der Privatsphäre vor Trackingcookies etc –  so eingestellt, dass alles Cookies nach dem Schließen des letzten Firefox-Fensters geschlossen werden.

Dumm ist nur, dass die Yahoo-Startseite bei jedem Aufruf prüft, ob ein Yahoo-Cookie gesetzt ist …. und falls nicht, wird die „Wir sind Teil von Oath“-Seite angezeigt.
Der Standardnutzer wird irgendwann entnervt aufgeben und dauerhaft alle Cookies erlauben, denn man kennt es auch von Google, das – bei gelöschten Cookies – die seitenüberlagernde Zustimmungseinblendung öfter kommt als sonst.

Abhilfe schaffte im konkreten Fall nur das Setzen einer dauerhaften Cookie-Ausnahme („de.yahoo.com erlauben“) in den Firefox-Einstellungen.

Kommentar:

Ich finde, das ist KEIN Privacy First! Das Gängeln eines Homepagebesuchers (egal ob Absicht oder durch „dumme“ Programmierung und mangelndes Testing) mit immer wieder denselben Einblendungen, bis dieser entnervt dauerhafte Cookie zulässt, sollte Gegenstand einer neuen Debatte werden!

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