* UBS-Berater: Negativzinsen sind wie Steroide

Kürzer und prägnanter kann man die Marktverzerrungen und die Zombifizierung der Volkswirtschaften durch Niedrig-, Null- und Negativzinsen wohl nicht ausdrücken als

Huw van Steenis von der schweizer Großbank UBS in einem CNBC-Interview:
„Negative rates, and going more negative here, is a bit like steroids. They are great in a short, sharp usage but in long-term usage steroids start to dissolve your bones and make the patient weaker“.

https://www.cnbc.com/2019/10/18/huw-van-steenis-negative-rates-a-bit-like-steroids.html

(„Negativzinsen sind ein wenig die Steroide. Sie zeigen große Wirkung bei kurzer und starker Anwendung, aber auf lange Frist lösen sie die Knochen auf und schwächen den Patienten zunehmends“.)

Anstatt Probleme zu lösen und an den Ursachen zu operieren, hat die Politik in den letzten 10 Jahren immer mehr billiges Geld in die schwächelnden Märkte gepumpt und die Wirtschaft – ähnlich immer schneller und öfter gesetzten Steroid-Gaben – mit immer billigeren Krediten künstlich aufzuputschen versucht.


Was sind eigentlich weitere Nebenwirkungen von Steroiden/Anabolika (Wikikpedia):

  • Leberschäden
  • Schädigung der Nierenkörperchen, die zu einem chronischen Nierenversagen führen kann
  • signifikant erhöhtes Risiko einer Krebserkrankung
  • Verstärkung von Aggressionen
  • Belastung des Kreislaufs aufgrund von erhöhtem Blutdruck
  • Störung des Hormonhaushalts (der Körper stellt weniger eigene Hormone her)
  • erhöhtes Risiko für Herzinfarkt durch Veränderung der Blutfettwerte
  • bei noch wachsenden Jugendlichen führen Anabolika zu vorzeitigen Verknöcherungen noch wachsender Knorpelstrukturen
  • psychotische Episoden (Angstpsychosen, Verfolgungswahn etc.)
  • schwere Depressionen im Extremfall hin bis zum Suizid nach Absetzen der Steroide

Es liegt nun am Leser, die Volkswirtschaften und Gesellschaften vieler Länder auf solche Nebenwirkungen zu überprüfen.

🙂

 

 

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