* Gibt es grünen Populismus? Neue Techniken gegen das Umweltproblem statt Konsumreduktion?

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Linkspopulismus, Rechtspopulismus, Grünpopulismis.
Moment … gibt es grünen Populismus?

Das Propagieren von neuen Techniken für besseren Umweltschutz wird die Probleme für den Planeten nicht lösen, solange der bisherige Konsum-, Lebens- und Wirtschafts-Stil nicht zurechtgeschrumpft wird.

Einige Beispiele:

  • Beste Dämm- und Energiegewinnungs-Techniken für neue Häuser nutzen nichts, wenn die Flächenversiegelung durch immer neue Industrie- und Wohngebiete voranschreitet.
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  • Die Umstellung auf „Bio“-Landwirtschaft bringt nichts, wenn für immer mehr Menschen Nahrungsmittel aus Fernwest/Fernost importiert werden müssen? Wir wäre es stattdessen mit saisonalem Gemüse aus der regionale Landwirtschaft? Achso, ja, zu teuer, ausserdem nervt der Geruch des Biodüngers und Sellerie schmeckt nicht. Also dann doch lieber Gurken aus Argentinien. (?)
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  • Was bringt die Umstellung auf andere Automobil-Techniken oder die Einführung einer Kerosin-Besteuerung, wenn nicht ingesamt die Mobilität reduziert und hinterfragt wird? Achso, ja, man hat das Recht auf eine Kreuzfahrt und für den Flug nach Ägypten hat man immerhin 11 Monate gearbeitet. (?)
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  • Was bringt die Digitalisierung ausser neue beschleunigende Effizienz, eine Vielzahl neuer (stromverbrauchender) Geräte und noch gestresstere Anwender / Arbeiter?
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  • Muss das Smartphone auf dem Müll, nur weil es einen Sprung hat? Achso ja, stimmt … wie sieht denn das aus.
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  • Muss der Billigpulli in den Altkleidersammlung, nur weil am Ärmel innen sich Fäden ziehen lassen?
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  • Muss es ein SUV sein, nur weil der Nachbar auch einen hat?
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  • Sollte der – zur Alimentierung seiner Wähler – massiv verschuldete Nanny-Wohlfahrtsstaat und der zu große Verwaltungs-/Politik-Overhead seinen Wachstumszwang auf Bürger und Unternehmen (höhere Staatsschulden => neue/höhere Steuerlast) nicht auf das Maß eines minimalisierten Sozialstaats eindampfen? Das Solidaritätsprinzup für Schwache, Kranke, Arbeitsunfähige muss dabei nicht zwangsläufig „geopfert“ werden.
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  • „Deutschland geht es gut“ … und noch nie wurden soviele Psychopharmaka verschrieben sowie Burnouts/Depressionen diagnostiziert? Finde den Fehler!
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  • Hat der Planet wirklich eine Chance, solange der Konsum-, Wohn- und Mobilitäts-Narzissmus nicht aufhört?
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  • (Sprachvernebelung) Und was sind eigentlich „Umweltprobleme“? Gibt es Umweltprobleme? Oder hat nicht eher die Umwelt mit menschlichen Problemen zu kämpfen anstatt der Mensch mit umweltlichen Problemen?

Solange aktuelle Geld-, Wirtschafts- und Staatssysteme nicht in Frage gestellt werden, ist die Debatte über Klimaziele zwar wichtig, aber eben nichts weiter als grüner Populismus auf Symptomebene, leider nicht auf Ursachen-Ebene.

Warum nicht prahlen vom letzten Urlaub in der Region? Warum nicht prahlen vom ruhigen Lebensstil ohne WhatsApp? Warum nicht prahlen von der Freiheit einer schuldenfreien Lebensführung anstelle von der kreditfinanzierten 30qm-Küche im kreditfinanzierten neuen „Traumhaus“, durch das die ganze Bekanntschaft bei erzwungenen Führungen durchgeschleust wird, nur um das eigene schlechte Gewissen einer zu großen Neuverschuldung zu beruhigen?

Viele Denkanstöße und Horizonterweiterungen gibt es in dem folgenden Gespräch, das leider auch zeigt, wie Wachstumskritiker von „Systemlingen“ in Bildungseinrichtungen und Politik schikaniert und wegzensiert werden:

PS:

Wir stimmen NICHT ein in die Belächelung der „Klimajugend“. Wer der Jugend vorwirft „jaja, am Freitag demonstrieren, aber bei Amazon bestellen und am Montag das neue iphone kaufen“ sollte erstmal sein eigenes Verhalten analysieren.
Denkanstöße sind wichtig. Protest ist wichtig. Die Veränderungen müssen jedoch auf viel tieferere Ebene angesetzt werden; auch wenn’s weh tut.

 

 

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