Corona – europäische Nerzfarmen oder: Wer mit dem Finger auf China zeigt, zeigt mit drei Fingern auf sich?

(Kolumne) Ist schon blöd, wenn man China und dessen Tiermärkte für die Corona-Zoonose mitverantwortlich gemacht hat, nun aber dem Kontinent der Aufklärung (gemeint ist Europa) die Nerzfarmen mit einer Corona-Mutation um die Ohren fliegen.

Über 15 Millionen Nerzen steht der Tod bevor … Nottötung wegen einer Corona-Mutation, die auf den Menschen überspringen kann.
Gegenfrage 1: Hätten die 15 Millionen Nerze in Nicht-Corona-Zeiten nach dem Abziehen des Fells noch gelebt?
Gegenfrage 2: Moment mal …. es gibt noch große Nerzfarmen in Europa? (???)

https://www.merkur.de/welt/coronavirus-daenemark-mutation-nerze-nord-juetland-tiere-nordsee-zr-90090767.html

Das Coronavirus legt den Finger seit fast einem Jahr tief in die Wunde der pervertierten Konsumgesellschaft indem es sagt: ihr reist zuviel, ihr konsumiert zu viel, ihr seid zuviele, ihr lebt nicht mit gesundem Maß mit der Umwelt zusammen, ihr lebt zu ungesund und nun erneut: „Tierunwürdige Massentierhaltung ist ein Problem“.
Lerneffekt? Fehlanzeige! Nach den Großschlachtereien (wo ist die Lektion bzgl. des billigen Fleischkonsums? Man hört dazu ja gar nichts mehr.) rückt nun das Thema Nerzfarmen in den Fokus, naja zumindest für 2 Wochen. Wobei das idyllische Wort „Farm“ eher Nebelsprech für „Nerz-Vernichtungslager“ sein dürfte.

Mist! Wie bekommen wir dieses unbequeme Thema jetzt vom Tisch?
Nicht dass da jetzt irgendwelche Tierschützer auf die Barri …
oh, schau mal … wie süüüüüß … Nerznachwuchs im Zoo. Und jezt alle: „Süüüüüüß! 🙂

Wer sein Frühstück noch nicht zu sich genommen hat: Hier ein paar Fotos der Tierorganisation Peta.
Zitat: „Für Betreiber von Pelzfarmen steht die Fellqualität über dem Wohlergehen der Tiere. Daher werden Nerz-Tötungsmethoden eingesetzt, die den Pelz schonen, für die Tiere jedoch erhebliches Leid bedeuten. Nerze werden oft zu Dutzenden in Kisten gepfercht, in denen sie qualvoll vergast werden. Auf vielen Betrieben werden als Sparmaßnahme sogar heiße, ungefilterte Auspuffabgase in die Kisten geleitet, wodurch das Leid der Tiere zusätzlich verlängert wird. [2] Nicht selten sind sie nur betäubt, sodass einzelne Tiere wieder das Bewusstsein erlangen, wenn Arbeiter Ihnen die Haut vom Körper schneiden.“

Fazit: Der Mensch pfercht Millionen Nerze auf engsten Raum zusammen, um sie zu Pelzen für Wintermäntel zu „verwursten“. Als coronarischen Dank dafür muss der Mensch nun im Winter erneut 2-Meter Abstand einhalten, seine Wirtschaft ggf. erneut herunterfahren und sich sozial erneut isolieren. Mutter Erde hat ja doch einen Sinn für Humor. 🙂

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