Corona – Nachlässigkeiten von Kunden gegenüber ihren Technikern / Handwerkern / Dienstleistern – Handzettel für Kunden von Handwerks- und Servicebetrieben

Bei vielen Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben, die bei Haushalten oder in anderen Betrieben im Einsatz sind, regt sich mittlerweile spürbar der Unmut aufgrund von Nachlässigkeiten bzgl. einfacher Corona-Grundregeln der Kundschaft gegenüber  ihren Handwerkern/Technikern/Dienstleistern. Was in Ladengeschäften klappt, muss scheinbar zuhause noch erlernt werden. Nicht das Ladengeschäft als Gebäude ist potentiell infektiös, sondern das Aufeinandertreffen haushaltsfremder Personen in geschlossenen Räumen.
Das Handwerk sollte sich ermutigt fühlen, solche Kunden – möglichst höflich – mit in die Pflicht zu nehmen. Kunden dürfen gerne König sein, aber kuschen muss man als Handwerker deswegen noch lange nicht. Nachfolgend einige Beispiele und Gegenmaßnahmen…

Die Krawalle in Stuttgart zeigen: Viele Menschen sind scheinbar nicht in der Lage, mit Freiheit verantwortungsvoll umzugehen. Und wenn dann ein Lockdown kommt, weil sie mit Freiheit nicht umgehen können, zeigt sich, dass sie Schutzmaßnahmen mit Gefangenschaft verwechseln und mit Freiheitsbeschränkungen noch weniger umgehen können.

Einige Beispiele aus dem Alltag von Handwerkskollegen, die wir aus eigener Erfahrung bestätigen können:

  • Handwerker kommt zu Kunde privat ins Haus; der Techniker trägt eine Maske, die Kunden nicht.
    Der Kunde sagt „Sie brauchen wegen mir keine Maske aufbehalten“.

    • Bei den meisten Kunden hilft die höfliche Bitte, sich doch bitte auch an die Empfehlungen zu halten.
    • Bei einigen wenigen Zeitgenossen merkt man jedoch gleich, dass keine Chance auf argumentative Einsicht besteht. Hier hilft ein kurzer Schockmoment: „Ich brauche vielleicht keine Maske, aber sie vielleicht!“. Meist kommt vom Gegenüber dann ein geschocktes „Wie, sind Sie vielleicht krank?“ als Antwort … und die Vorsicht kehrt zurück. 🙂
  • Handwerker kommt – eine Maske tragend – zu einer Firma in die Werkstatt. Dort angestellter Mitarbeiter: „WennDkeineAngschtHast, kannstDdiMaske absetzn“.
  • oder: lüftbare Räume sind nicht gelüftet, Familienmitglieder springen in 40cm-Mähe vor den Handwerkern herum oder laufen direkt an Technikern vorbei, nur um aus dem Nebenraum einen nutzlosen Gegenstand zu holen oder um das Radio auf ein anderes Programm umzuschalten

Dies waren nur einige vieler uns berichteter Stilblüten.

Die Bevölkerung hat scheinbar wieder verlernt, dass – insbesondere in geschlossenen Räumen – ALLE zum g-e-g-e-n-s-e-i-t-i-g-e-n Schutz die Regeln beachten sollten. Es greift aktuell wieder die verdrehte Sichtweise um sich, dass man selbst keine Maske tragen und keinen Abstand einzuhalten braucht, nur weil der externe Besucher eine Maske trägt.

Der Bund der Selbständigen Bayern hat für Handwerker und Techniker einen Handzettel  zur Übergabe an deren Kunden erstellt:
https://verteiler.bds-bayern.de/newsletter/link.php?link=38_02_04_36_B9

Wir ermutigen Handwerker, Techniker und Servicepersonal, den folgenden Zusatztext u.a. in den eMail-Footer aufzunehmen.
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Gerne sind wir auch in Corona-Zeiten für Sie da.
Während wir Vor-Ort-Arbeiten bei Ihnen durchführen, halten Sie sich bitte an die

Corona-Empfehlungen zum Schutz von Handwerkern/Servicetechnikern:
– Mindestabstand einhalten
– Atem-Maske korrekt benutzen
– gute Durchlüftung der Räume
– Techniker ggf. alleine im Raum arbeiten lassen
– wenn Ihr Dienstleister/Handwerker eine Maske trägt, schützt er primär Sie, nicht sich;
schützen Sie daher auch Ihre Dienstleister durch Einhaltung der Regeln
Vielen Dank! Agieren wir gemeinsam gegen einen nächsten Lockdown!
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