** deutsche Banken – Teil 4 – Regionalprinzip der Sparkassen / Genossenschaftsbanken in Gefahr?

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Teil 4 über die eventuelle Disruption der klassischen deutschen Bankenlandschaft.

Auf dem Blog Bankstil.de erschien jüngst ein sehr lesenswerter Artikel mit dem Titel:
„Regionalprinzip der Sparkassen und Genossenschaftsbanken in Auflösung“

Einige wenige Zitate:

„Die Regionalbanken stehen vor dem Dilemma, dass die Beschränkung der Geschäftstätigkeit auf ein bestimmtes Gebiet den Nutzungsgewohnheiten der Kunden immer weniger entspricht. Aus diesem Grund versuchen einige Regionalbanken ihren Geschäftsradius auf ganz Deutschland auszudehnen.

(…)

Das Bankgeschäft verlagert sich langsam aber stetig auf die großen digitalen Plattformen und Ökosysteme wie Google, Apple, Amazon (…)  Das gilt insbesondere für den Zahlungsverkehr. Hier geht es in erster Linie um Skalen- und Netzwerkeffekte in Kombination mit den mobilen Endgeräten. Parallel dazu drängen einige Fintech-Startups in den Markt, wie N26 und Revolut. Auf Dauer werden die Regionalbanken nicht umhin kommen, dem eine eigene Smartphone-Bank gegenüberzustellen. Das jedoch widerspricht dem Regionalprinzip. Die Kundenschnittstelle würde unweigerlich zur Smartphone-Bank wandern.

(…)

Wenn die Kunden ihre Bankgeschäfte online erledigen, spielt die räumliche Nähe keine allzu große Rolle mehr.

(…)

In der Region können Sparkassen und Genossenschaftsbanken demnach nur dann noch eine relevante Rolle spielen, wenn sie die Interaktion mit den Kunden auf lokaler Ebene fördern und sich aktiv am Aufbau digitaler Ökosysteme und regionaler Plattformen beteiligen (technisch, organisatorisch, personell) (…) Dezentrales Banking wird künftig mittels der Blockchain betrieben.

Hier der zweiteilige Artikel:

Kommentar – Chance „sozialverträgliches/ökologisches Banking“ ?

Vor allem die Sparkassen und Genossenschaftsbanken könnten die Kundenbindung mit „sozialen“ und „ökologischen“ Kontokonzepten erhöhen.
Wie das nicht nur mit Fonds sondern auch mit Kontokonzepten gehen kann, zeigt u.a. die genossenschaftliche GLS-Bank.: Laut eigener Aussage: „Die erste soziale und ökologische Bank spekuliert mit Ihrem Geld nicht an den internationalen Finanzmärkten, sondern gibt Kredite an nachhaltige Unternehmerinnen und Unternehmer in Deutschland – damit diese sozial, ökologisch und ökonomisch sinnvolle Dinge schaffen können“.


Im Hinblick auf die Blockchainrevolution sticht die Volksbank Mittweida positiv heraus, die Mitglied im Bundesverband Blockchain ist. Artikel von BTC-Echo zum Bundesverband Blockchain hier.
Die Mitgliederliste im Bundesverband Blockchain kann man hier einsehen. Dort sind schlagkräftige Partner vertreten; z.B. die IOTA-Stiftung, ein Fraunhofer Ableger und die Deutsche Telekom. Stand 2/2020 ist dort jedoch nur die o.g. Volksbank Mittweida als einzige Bank vertreten.


Warum hier Werbung für andere Banken oder Fintechs?

Wir sind ein großer Befürworter einer vielfältigen Bankenlandschaft und regionaler, gesunder handwerks- und KMU-finanzierender Regionalbanken.
Blogartikel wie dieser sollen keine Werbung für deren Konkurrenten sein, sondern

  • ein Hinweis an Bankangestellte und Bankenleiter, sich in ihrer Bank mit Zukunftsfähigkeit zu befassen
  • eine Horizonterweiterung für Leser, die sich mit Ihrem Geld bzw. der Finanzwirtschaft beschäftigen

Der Geschäftsführer des SWIFT-Zahlungssystems bezeichnete während einer Podiumsdiskussion auf dem 2018er Fintech-Forum in Paris die aktuelle Phase als „die größten Veränderungen im Bankenwesen seit mindestens 40 Jahren inklusive Transformation der zugrundeliegenden Technik von 20-30jähriger Mainframe-Computertechnik in Richtung Online-Schnittstellen, Cloud, Internet, Containerisierung etc“

 

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