** Deutsche verschlafen Kryptowährungen? Deutschland verschläft Blockchain-Revolution?

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Nichts neues im Westen …

Eine spanische Universität untersuchte die Kryptowöhrungs-Affinität verschiedener Länder:

Krypto-Affinität deutscher Bürger

Die IE University führte eine internationale Studie zu Kryptowährungen („Crypto Currencies and the Future of Money“) durch.
Fokus der Studie: Argentinien, Brasilien, Frankreich, Deutschland, Mexiko, Spanien, Großbritannien sowie die USA.
Deutschland schneidet darin am schwächsten ab, denn 71 Prozent aller deutschen Befragten setzen kein Vertrauen in Kryptowährungen und planen dementsprechend auch keine Anschaffung. Am Krypto-affinsten sei Argentinien; dort zeigten 79 Prozent aller Befragten Interesse am Kauf von Kryptowährungen.
Auffallend: Bürger, in denen das Vertrauen in öffentliche Institutionen am stärksten nachgelassen hat, sind deutlich affiner.


Krypto-Affinität deutscher Banken

Was den schlafenden deutschen Bankensektor angeht (von wenigen Ausnahmen abgesehen), hier einige Artikel aus diesem Blog:
https://compeff-blog.de/?s=banken+schlafen


Krypto-Affinität politischer Führungen und Zentralbanken

Mit der Corona-App-Vergabe an SAP und T-Systems wurde in Deutschland eine Chance verschenkt, denn ein Wagnis in Richtung Blockchain/Tangle wäre möglich gewesen;
Kommentar hier. Aber gut; lassen wir hier mal den Vorsatz „Stabilität statt zu neue Technik“ gelten.

Und wie sieht es mit den Notenbanken aus?
Hier eine Liste etlicher Zentralbanken, die sich bereits mit digitalen Kryptowährungen auseinandersetzen bzw. diese z.T. sogar bereits pilotieren:

Ägypten, Ghana, Mauritius, Ruanda, Senegal, Südafrika, Tunesien, Kambodscha, China, Hong Kong, Indonesien, Japan, Singapur, Südkorea, Thailand, Australien, Karibische Inseln ECCB (Anguilla, Antigua & Barbuda, Barbados, Dominica, Grenada, Montserrat, St. Lucia, St. Vincent & the Grenadines, St. Kitts & Nevis), Bahamas, Curacao, St.Martinique, Marshall Islands, Dänemark, Estland, Europäische Zentralbank, Finnland, Frankreich, Island, Litauen, Niederlande, Norwegen, Schweden, Schweiz, Großbritannien, Russland, Ukraine, Israel, Saudi Arabien, Türkei, Kanada, USA, Argentinien, Brasilien, Equador, Uruguay, Venezuela (von den USA schikanisanktioniert), Iran (von den USA schikanisanktioniert).

Welche Länder haben bislang (laut des o.g. Listen-Artikels) nur eine potentielle Bereitschaft bekundet: Deutschland, Indien, Kasachstan, Kenia, Malta, Marokko, Neuseeland und die Philippinen.
Wobei ich davon streichen würde (Innovationsbonus):

  • Malta – bei der Regulierungsarbeit bzgl. Kryptowährungen weit vorne und fast auf dem Stand von Liechtenstein
  • Philippinen und Indien – betreiben durch mehrere Banken/Payment-Dienstleister bereits Blockchain-basierte RippleNet-Zahlungskorridore

Zitat aus „Der Bank Blog“: „Die Deutsche Bundesbank hat hingegen bislang eine eher ablehnende Haltung. Bundesbank-Präsident Weidmann warnte erst kürzlich in einem Interview vor der Einführung eines digitalen Euros und forderte die Banken auf, zuerst ihren Zahlungsverkehr schneller und preiswerter zu machen.“ (Quelle)
Letzteres geht aber eigentlich nur per Blockchain-Technologie; R3 mit Swift-GPI, R3-Corda, RippleNet/RippleNetCloud, Temenos oder SAP mit R3Corda lassen grüßen.

Passend dazu aus diesem Blog:

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