(Musik) Sony MDR-7506 – preiswerter klangpräziser Bügel-Kopfhörer für Audio-Stereo-Veteranen

Wer als Musikliebhaber – im Gegensatz zur Gener@tion „ich beriesele mich mit monatlich gemieteter Musik per Bluetooth-Streichholzschachtel/Smartphone-Blechdosensound“ – Wert auf anständigen Klang legt, ein differenziertes Gehör hat und neben Mitteltönen u.a. auch Nylonseiten-Griffgeräusche und feinmetallische Cymbal-Akzente heraushören will, hat es nicht leicht; inbesondere wenn die Vorliebe bei möglichst klaren Höhen liegt.

Als mein knapp 30 Jahre alter Onkyo A8430-Verstärker seinen Geist aufgab war es schon schwer, reine Verstärker anstatt überzüchteter Receiverkombos zu finden. Bis heute hat es der 2012 gekaufte angebliche ähnlich klingende – wohl zu digitale – Nachfolger von Onkyo nicht geschafft, das lebendig-warme Klangerlebnis des dahingeschiedenen A8430 aus den Wohnzimmerlautsprechern zu entlocken.

Im Frühjahr 2020 gaben die mir 1991 von meinem ProgressiveRock/Hardrock-Rock-Patenonkel (Ruhe in Frieden, Josef!!) geschenkten Bügelkopfhörer an mehreren Stellen ihren Geist auf (spröder/brüchiger Kunststoff, gerissene aufgeplatze Ohrpolsterleder u.a.). Entsprechender Ersatz musste her.
Als jemand, der Nicht-Mainstream-Musik hört und bevorzugt bestimmten Instrumenten folgt, war das Finden eines geeigneten Kopfhörers eine Herausforderung. Viele moderne Kopfhörer sind zu basslastig, vermatschen die Mitten und arbeiten die Höhen entweder zu grell oder gar nicht heraus; vor allem scheitern sie bei dynamischer Musik und bei komplexteren Klanggebilden. Vier Kopfhörer und zwei Jahre später war es dann endlich soweit. Im Sommer 2020 war ein würdiger Nachfolger gefunden:

Mein Preis-Leistungs-Sieger und neuer Musikbegleiter ist der Sony MDR-7506
https://www.thomann.de/de/sony_mdr7506_kopfhoerer.htm

Kopfhörer-Tipp – Sony MDR-7506 –

Der Kopfhörer bereitet bei Alben mit intensiven Stereo-Effekten, Samples und Mark Zonder’s hihat-lastigem Drumming viel Freude:

Auch Nummern mit knackigen Bässen, tief wummernden Fender-Bass-Pedals, mehrstimmigem Stereo-Gesang, druckvollem Schlagzeug, Mellotron-Sounds und detaillierten Drum-Fills auf den Toms machen endlich wieder Spaß:

Jazzig-orchestrale Instrumentals mit Livestudio-Feeling werden vom MDR-7506 klar wiedergegeben:

Analoge Synthesizer mit viel Hall in Kombination mit Klaus-Peter Maziols Bass-Linien bringen den präzisen Kopfhörer ebenfalls nicht aus dem Tritt:

Das Holzschlagwerk in Haindlings „Noch in der Umlaufbahn“ klingt nicht nach „Plopp plöpp“, sondern nach dem, was es ist: Holzknüppel treffen auf Holzstämme.

Abschließend besteht der Kopfhörer souverän den Klassik-Test. Während der Ouvertüre des fliegenden Holländers (gute Aufnahme vorausgesetzt anstatt einer 2,99-EUR-Discounter-CD) fliegen die Metallspäne der Posaunen aus dem MDR-7506 zentimetermeterweit in die Gehörgänge:

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