** Ibuprofen + Corona … Fake? Kein Fake?

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Ein Lehrstück dafür, dass Menschen an Smart-Geräten mit Informationen smarter umgehen müssen.

Heute (14.03.2020) geisterte ein Sprachnachricht durch WhatsApp: Einer Mitarbeiterin der Uniklinik Wien sei ein Zusammenhang zwischen der Einnahme von Ibuprofen und schweren Corona-Verläufen aufgefallen.

Die Wahrheit liegt meist in der Mitte

Der moderne Mensch denkt wahrscheinlich zu molekular; viele Mediziner inbegriffen.
Gibt es Wirkstoff-Bestandteile in ibuprofen, die dem Virus Superkräfte verleihen?
Wird der Virus gestärkt? Oder werden die Abwehrkräfte geschwächt?

Theorie – der „Lancet“-Artikel:

Die Sprachnachricht basiert scheinbar über mehrere Ecken auf einem Artikel, der Mitte März im Fachmagazin „Lancet“ erschien. Drei Mediziner wiesen darauf hin, dass Medikamente, die am Zell-Rezeptor ACE ansetzen, den Krankheitsverlauf von Covid-19 verschlimmern könnten. Diese Theorie ist jedoch nicht durch eine große Studie belegt und daher aktuell als „Hypothese“ gekennzeichnet. (Quelle u.a. hier, Originalpublikation hier)

Theorie 2 – Der  menschlichen Körpers:

Ibuprofen wird oft zur Selbsttherapie als Schmerzmittel und Fiebersenker genutzt.

Wer seinem fiebrigen Kleinkind während eines Wachstums-Schubs einmal einen Löffel „ibu“ gegeben hat, kennt den Effekt: der kleine Patient steht wenige Minuten später auf, fühlt sich deutlich besser und ist nur mit starkem Zureden wieder ins warme Bett zu bewegen; zum Zwecke des Gesundschwitzens.

Das kleinste Fieber gilt für viele Menschen mittlerweile als Krankheit. Dabei ist Fieber nicht das Problem, sondern – bis zu einer kritischen Temperatur – die Lösung.
Fieber ist das körpereigene Mittel zum Abtöten unerwünschter Schädlinge (bzw. deren Zell-Eiweiße) durch Hitze. Wer schon 0,5 Grad Temperaturerhöhung und leichte Grippesymptome unterdrückt, verlangsamt die Selbstheilung.

Was wäre also, wenn die betroffenen Patienten wegen chronischer Schmerzen zur Schmerzunterdrückung bereits seit längerer Zeit solche Schmerzmittel nehmen und damit ihrem Körper die Möglichkeit zur Fieberentwicklung entzogen hätten? Was wäre, wenn die betroffenen Patienten ihr heilendes Fieber zu früh unterdrückt hätten und ihr Körper dadurch nicht in der Lage war, den ersten Corona-Vermehrungsschub abzuwehren?
Daraus könnten sich zwei weitere Probleme ableiten lassen:
1) Die Symptome des Patienten sind verschwunden, die Erkrankung schwelt jedoch weiter – schlecht für den Patienten.
2) Wer sich durch Medikamente zu gut fühlt, jedoch noch nicht ausgeheilt ist, verlässt Bett und Haus zu früh und steckt mit höherer Wahrscheinlichkeit andere an –  schlecht für das Umfeld des Patienten.

Bei einer kurzen Internetrecherche mit den Suchbegriffen „fiebersenkende medikamente infektionen verlauf“ erscheint u.a. diese Studie aus dem Jahre 2014:

Wissenschaft.de – Die Kehrseite von Erkältungsmitteln und Fiebersenkern

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