** Maskenhygiene (neben mangelnder Lüftungsdisziplin ein weiterer blinder Fleck)

Das Management der Pandemie im Bereich des Marketings von umfassenden Tipps an die Bevölkerung ist ungenügend. Würde man die Energie für gutes Schutzmaßnahmenmarketing verwenden, die seit knapp ein Jahr in den Medien, Pressekonferenzen und Talkshows für die Berichterstattung über die Diskussion des Sinnes bestimmter Lockdownmaßnahmen bzw. über die Verfassungsgemäßigkeit von Protestbewegungen vergeudet wird, wären wir bei der alltäglichen Eindämmung sicherlich weiter.

Viel zu lange war (und bis ist heute) ist das Thema Lüften in Betrieben / Büros / Gasträumen ein sträflicher blinder Fleck in dem Hygienekonzepten. Viele Firmen sind über einen Tisch mit Handreinigungsmitteln und dem (zu laxen) Tragen von Masken nicht hinausgekommen, denn sie setzen Mitarbeiter, geschäftliche Besucher sowie Kunden stunden-alter oder gar tagealter Luft aus, die die Viruslast einer einzigen Person so anreichern kann, dass Sie zur Infektion von Besuchern / Kunden / Servicetechnikern ausreicht; da hilft dann auch keine 0815-Maske mehr.

Ein weiterer blinder Fleck ist die fehlende Dauerbeschallung der Bürger mit steten und klaren Hinweisen zur Maskenhygiene:

Der NDR hat hierzu einen guten Artikel inklusive eines Videos erstellt:

https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Stoff-OP-und-FFP-Masken-Wie-gut-schuetzen-sie-vor-Corona,schutzmasken150.html

Einige Zitate:

Manche Experten sehen kein Problem darin, die Masken im privaten Gebrauch länger zu nutzen. Allerdings bestehe das Risiko, dass sich in den Masken Bakterien/Keime ansiedeln, insbesondere mehrlagige Masken der höheren Schutzklassen.

Das Tragen von Schutzmasken und die richtige Handhabung:

  • Vor dem Anlegen die Hände waschen und die Innenseite der Maske nicht berühren.
  • Die Maske muss an den Rändern eng anliegen und durchgehend Mund und Nase bedecken.
  • während des Tragens die Maske nicht berühren.
  • durchfeuchtete Masken sollten gewechselt werden.
  • Zum Abnehmen an den seitlichen Schnüren oder Gummis greifen und nicht die Vorderseite berühren.
    Nach dem Abnehmen immer gründlich die Hände waschen.
  • Die Maske sofort waschen oder bis zum Waschen in einem luftdicht geschlossenen Behälter aufbewahren.
  • Ideal zum Transport von getragenen und ungetragenen Masken unterwegs sind Gefrierbeutel mit Zipp-Verschluss. Sie verhindern den Kontakt mit kontaminierten Stoffteilen und halten unbenutzte Masken hygienisch sauber.
  • Auch mit Maske den Mindestabstand von 1,50 Metern zu anderen Menschen einhalten.

Reinigung

  • Stoffmasken nach dem Tragen am besten sofort reinigen – bei mindestens 60 Grad in der Waschmaschine und mit Vollwaschmittel. Das Energiespar-Programm ausschalten, da sonst womöglich keine ausreichend hohen Temperaturen erreicht werden.
  • Alternativ die Maske in einem Topf auf dem Herd mindestens fünf Minuten lang in kochendes Wasser legen. Sind nach dem Waschen kleine Risse oder Beschädigungen zu erkennen, die Maske nicht wiederverwenden.
  • Darf die Maske nur mit maximal 60 Grad gewaschen werden, die Temperatur am besten mit einem Thermometer prüfen. Wer keins hat, kann Wasser in einem Wasserkocher aufkochen und es dann gut acht Minuten bei geschlossenem Deckel stehen lassen, dann beträgt die Temperatur ca. 60 Grad.
  • Stoffmasken sollten nach dem Tragen bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.
  • Auch mit dem Bügeleisen lassen sich die Viren abtöten. Beim Bügeln darauf achten, dass der Stoff sowie Saum und Nahtstellen richtig heiß werden. Da nicht alle Stoffe das lange Erhitzen gut aushalten, empfiehlt es sich, das Bügeln nur zusätzlich zum Waschen anzuwenden.
  • Im Sommer können Masken auch regelmäßig in die pralle Sonne gelegt und so mit UV-Licht bestrahlt werden.
  • Brandgefahr besteht beim Sterilisieren von Masken in der Mikrowelle: Viele Masken enthalten Metallteile, die beim Erhitzen Funkenflug verursachen können.

Der ganze, lesenswerte Artikel inkl. Video:
https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Stoff-OP-und-FFP-Masken-Wie-gut-schuetzen-sie-vor-Corona,schutzmasken150.html

Kommentar:

Hat schon mal jemand dran gedacht, dass die Corona-App z.B. einmal täglich ein kleines Piktogramm mit einem nützlichen Schutzhinweis einblenden könnte? Nein? Unerlaubte Werbung? Geht nicht, ohne dreißigseite AGB und schriftlicher Einwilligung? Schon klar. Unsere Gesellschaft und Politik beschäftigt sich lieber mit mathematischen Modellen zur Überlastung der Gesundheitsämter anstatt mit der Analyse, wie man mehrdimensionale Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der schnellen Verbreitung einfach, kurz und knackig besser vermarkten könnte.
Das ist der wohl der Fluch digital entwickelter Gesellschaften: Scheinbar geht der gesunde Menschenverstand für einfache Zusammenhänge beim andauernden Blick in Elektronenmikroskope, Budgetpläne und Excel-Tabellen verloren. 🙂

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