** neue Corona-Regelungen Bayern – Vogel Strauß Versäumnisse führen erneut zu kopflosen Hühnern

Jo, hatte ja keiner ahnen können. (ironie aus) … Neue Regelungen ab dem 15.10.2020.

Bei 7-Tage-Inzidenz-Werten ab inkl. 35 pro 100.00 Einwohner gilt:

  • private Feiern mit maximal zehn Personen
  • Maskenpflicht für Schüler ab inkl. der fünften Klasse auch im Unterricht ; sowie für Studierende
  • Maskenpflicht auf stark frequentierten Plätzen/Straßen an der freien Luft, ebenso in allen öffentlichen Gebäuden und am Arbeitsplatz, wenn dort kein Abstandhalten möglich ist. Dieselbe Regelung gelte auch für Hochhäuser im Eingangsbereich, auf Fluren und in Fahrstühlen.
  • Maskenpflicht in Kulturbetrieben, Kino und bei Sportveranstaltungen
  • Sperrstunde für Gastronomiebetriebe ab 23Uhr sowie Alkoholverkaufsverbot für Tankstellen ab 23 Uhr

Verschärfend bei 7-Tagesinzidenz ab inkl. 50 pro 100.000 Einwohner kommen zusätzlich folgende Regeln hinzu:

  • private Feiern/Zusammentreffen mit maximal 5 haushaltsfremden Personen
  • private Feiern/Zusammentreffen mit mehr als 5 Personen nur erlaubt, wenn diese insgesamt aus maximal zwei Haushalten kommen
  • Maskenpflicht in allen Schuljahrgangsstufen während des Unterrichts ; sowie in der Nachmittagsbetreuung und in Kindergärten/Horten; sowie weiterhin für Studierende
  • Sperrstunde wie oben, jedoch bereits ab 22:00 Uhr

Wo der Landkreis Miltenberg aktuell steht?
15.10.2020: 31,07 – viel fehlt also nicht bis Stufe 1; Quelle

Passend dazu: Schlagzeile Main-Echo vom 15.10.2020 zu einem Corona-Fall auf einem der Main-Kreuzfahrt-Touristenschiffe: „Corona-Kreuzer in Miltenberg: Passagiere sind von Bord“
(ironie an) Schön und gut; aber hätte es nicht bessere Möglichkeiten gegeben, als die Passagiere im Main zu versenken? (ironie aus) 🙂

„Wir haben verstanden; das Virus hat uns Dinge gelehrt. Im Lockdown war es so schön still. Die Natur erholte sich. Keine Kondensstreifen am Himmel.“ .. sagten sie … die Bürger und Politiker. Wenn Corona ein Menetekel an die Wand der Konsumgesellschaft sprühte, dann dieses: „Ihr reist zu viel. Ihr habt zuviel und zu preiswerte Mobilität“. Haben wir wirklich was draus gelernt? Sieht mir nicht so aus. Oder frei nach Albert Einstein:
„Wahnsinn ist, immer wieder denselben Fehler zu machen in der Hoffnung auf ein anderes Resultat.“ 🙂

Äh, Moment mal. Gabs da nicht mal eine sauteure App?
Warum hört man aktuell davon nichts mehr? Deutschland kann keine Technik mehr.

Hoppla, der Spiegel fragt sich das scheinbar auch:
„Corona-Warn-App: Das teure, vergessene Mammutprojekt“
https://www.spiegel.de/netzwelt/web/corona-warn-app-das-teure-vergessene-mammutprojekt-a-39837ed8-adb0-4259-b98c-f5b417669efa


Äh und die Schulen? Sommerferien wurden vom Kultusministerium nicht für strategische / organisatorische / personelle Vorbereitungen der Schulen genutzt!

Tja … man wollte ja unbedingt dem deutschen Michel inkl. seiner Beamten normale Sommerferien gönnen, mit Urlaub an (*Klischeeschalter einschalt*) Ballermann, Adria bzw. in der Türkei und mit „wird schon gut gehen“-VogelStrauß-„warten wir mal einfach ab, vielleicht wirds im Herbst besser“-Attitüde.

In etlichen Gesprächen sagte ich bereits im Juni, dass es gut wäre, wenn der Lockdown von März bis Oktober verdonnert worden wäre. Nicht etwa, weil ich das für gut befunden oder es jemandem „gegönnt“ hätte … sondern weil mir klar war, dass die Sommerferien nur dann von Behörden und Schulen dafür genutzt worden wären, unterrichtsverbessernde Maßnahmen gegen ganz klar absehbare Tei-Lockdowns vorzubereiten und zu implementieren. Nun sind im Sommer 7 Wochen ungenutzt verstrichen, und jetzt herrscht statt Prinzip „Vogel-Strauß“ wieder das Prinzip „kopfloses Huhn“. Clevere Firmen und Betriebe (zumindest die anständig geführten) haben die Sommerferien bzw. den ersten Lockdown genutzt, um sich entsprechend für die Herbst/Winter-Monate vorzubereiten. Manche eben leider nicht.

Und ja, ich bleibe dabei: Mit dem containerweise Abwerfen von Technik aus dem Füllhorn staatlicher Schuldenmacherei per Helikopter in die Schulen (bzw. direkt in deren Lagerkeller) wird man – ohne technikaffine Sonderbeauftrage in jeder Schule – weder die Bildungsqualität noch die Unterrichtsschlagkraft und den Lehrermangel verbessern; schon gar nicht auf die Schnelle.
Improvisation ist gefragt; nicht Perfektion! Ich verweise hierzu polemisch auf meinen Artikel „Von Mexiko lernen heißt siegen lernen“:


Wir erfinden mal wieder das Rad neu …. Lüften in Schulen:

Und wie ist das mit dem Lüften? Das Kultusministerium hat das Umweltministerium um ein Lüftungskonzept für Schulen gebeten. Zum Thema Lüftungskonzept gibt es bereits seit Monaten entsprechende Erkenntnisse; hier unser Blogartikel vom August 2020:

Aber vielleicht brauchen wir ja einen ganz anderen, bewährten Symptombekämpfungs-Lösungsansatz dieser Bundesregierung: Wirtschaft läuft nicht rund? Aerosol-Steuer! Jetzt! 🙂 😉

Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen oder geholfen?
Bedanken Sie sich? Mit einer kleinen Anerkennung für die inhaltliche Arbeit?
Jeder Betrag ist willkommen. Lieben Dank!