** politische Corona-Maßnahmen züchten neue Zombies – Insolvenzverschleppung bei zusätzlicher Gefährdung gesunder Unternehmen

Vor Corona führte der Tatbestand der Insolvenzverschleppung / Nichtmeldung der Zahlungsunfähigkeit für Unternehmen/Unternehmer zu hohen Strafen bis hin zu Freiheitsentzug = Haft. Die zeitweise Aussetzung des Insolvenzmeldepflicht bis Ende September 2020 durch die Politik ist ein zweischneidiges Schwert. Wenn die Politik sich anschickt, sich jahrelang auftürmende Misthaufen (zombifizierte Wirtschaft) mit immer größeren Schaufelbaggern vor sich her zu schieben, werden dadurch gesunde Unternehmen und deren Mitarbeiter wissentlich gefährdet. Kapitalismus im Sinne freier Märkte geht anders. Willkommen in der nächsten Stufe der Planwirtschaft. Wir malen uns die Welt wie sie uns gefällt.

Als ich vor einigen Wochen zufällig im Radio in einem Nebensatz hörte, „dass im Oktober die Insolvenzmeldungen von Unternehmen vermutlich zunehmen werden“, dachte ich: „Ja klar, Corona hat vielen Firmen geschadet.“ Dann folgte jedoch der lapidare Nebensatz: „… weil im September die die coronabedingte Aussetzung der Insolvenmeldepflicht endet.“

Ach wie? Das böse China, das böse Russland liefern also in allen Bereiche keine Statistiken, auf die man sich verlassen kann. Und wir setzen einfach mal für mehrere Monate die Insolvenzmeldepflicht aus? Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.

Ja, OK, die Aussetzung der Insolvenzmeldepflicht war für manche Firmen sicherlich nicht verkehrt, um die Zeit für Anträge und den Erhalt von Coronahilfen zu überbrücken. Fakt ist aber auch, dass etliche Firmen schon vorher nicht gesund da standen und etliche Branchen (dazu gehören wohl leider, machen wir uns nichts vor: Gastronomie, Kultur, Eventclubs etc) den nächsten Herbst/Winter nicht überleben werden.

Vielleicht wird es mal wieder Zeit, dass Politik nicht von Berufspolitikern gemacht wird, sondern von Leuten, die  – im doppelt Wortsinn – selbständig denken und in der freien Wirtschaft gearbeitet haben. Ein solcher Politiker würde wissen, dass es gesunde Kleinbetriebe und Mittelständler in den Ruin treiben kann, wenn sie – ggf sogar kreditfinanziert – Produktionsmittel/Zulieferprodukte/Waren an Firmen liefern (oder schlimmer noch: einkaufen/produzieren und dann liefern), die eigentlich schon längst insolvent wären und deren Schufa/Creditreformauskunft eine Insolvenzwarnung ergeben hätte.

Jetzt kommt diese Erkenntnis langsam in die Presse; dank der Wirtschaftsauskunftei Creditreform. Verdammt aber auch … konnte man ja nicht ahnen. Zitat: „Insolvenzen werden derzeit nur verschoben. Die Regierung züchtet Zombieunternehmen. Dadurch könnten viele derzeit noch gesunde Unternehmen mit in den Abgrund gerissen werden.“
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/firmenpleiten-insolvenzverwalter-warnen-vor-zombie-unternehmen/26081428.html

Hey Creditreform: Fallt Ihr auch schon auf den Narrativ herein, dass eine Zombifizierung der Wirtschaft erst seit Corona stattfindet und nicht schon seit 15 Jahren mit wettbewerbsverzerrenden Rettungspaketen, Leitzinsdrückungen, Gelddruck-Orgien, Vertuschung/Schutz von betrügenden Konzernen (die dadurch alte Technik am Leben halten statt Innovationskräfte freisetzen zu müssen) und der immer leichter fallenden / billiger werdenden Neuverschuldung zur Abzahlung alter Kredite?


Im englischen Sprachraum gibt es für „etwas vor sich herschieben“ die anschauliche Redewendung:
„Kicking the can further down the road“.

Ja, genau das trifft es auf den Punkt, wenn man eine sich überholte Konsumwirtschaft seit 2008 immer wieder mit billigem Geld zusch…….üttet, ihre gesunden Marktbereinigungskräfte (Rezession, konstruktive Zerstörung) seit 2008 mit jährlich höheren Aufputsch-Dosierungen betäubt und den völlig ausgezehrten nicht-zukunftsfähig aufgestellten leichenblassen Patienten immer wieder vom Gesundungsschlaf (Rezession) aufpeitscht.

Aber wer weiß, vielleicht wird die Marktbereinigungsarbeit von der zweiten Corona-Welle verrichtet, die  man dann nicht dem Virus oder der Politik in die Schuhe schieben wird, sondern den Auslandsurlaubern/rückkehrern; ein politisch idealer Sündenbock; sowie man auch den Virus dafür verantwortlich machen kann, dass das aktuelle Finanzsystem massiv zu bröckeln beginnt (was es in Wirklichkeit seit mehr als 15 Jahren tut).

Aber ich gehe mal die folgende Wette ein: Im September/Oktober wird man die Insolvemeldepflicht „ausnahmsweise“ nochmal verlängern.
Let’s kick the can further down the road!

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