** Siemens-Nixdorf Scenic Pro C5 166 mit 1.2GB IDE Festplatte PC (1997) instandgesetzt – oder: als man noch Festplattengeometrie-Angaben ins BIOS eintragen musste

Ja, das waren noch Zeiten, als der PC nur bootete, wenn man die technischen Geometrie-Daten der Festplatte korrekt ins BIOS eingetragen hatte.
Einen solchen Fall hatten wir im Juli 2020 im Kundenkreis.

Wer zur Hölle heute noch solch alt Geräte aus dem Jahre 1997 einsetzt? Alte Hasen (das meine ich als Kompliment!) u.a. mit alten unkaputtbaren Mess- und Steueranlagen.

Wer wie ich in der Zeit aufgewachsen ist, in der PCs so langsam in den Massenmarkt eindrangen, denkt an stundenlange Sitzungen und ruinierte Abende zurück, während der man mit Festplattenparametern, Mainboard-DIP-Schaltern, Master-Slave-Jumpern und Soundkarten-Einsprungadressen verbrachte bzw. tagelang mit autoexec.bat, config.sys, himem.sys, loadhigh und UMB um 20KB zusätzlichen Hauptspeicher unter MS-DOS oder für Windows 3/95/98 kämpfte.

Zurück zum konkreten Kundenfall: Nachdem die BIOS-Batterie nach 13 Jahren (Respekt!) den Geist aufgab, verlor das BIOS die Festplatteneinstellungen und bootete nicht mehr. Glücklicherweise standen damals diese geometrisch-technischen Parameter meist auf dem Etikett der eingebauten WD Caviar Festplatte, so auch hier. Muss man halt noch wissen. Nach dem Tausch der CMOS-Batterie und der Eingabe der korrekten Festplattenparameter im BIOS startete der treue Weggefährte unseres Kunden wieder einwandfrei.


Der Nostalgie und Wehmut wegen (weil Deutschland damals noch führende PC-Hersteller hatte) hier einige Impressionen dieses Auftrags:

Desktop-PC Siemens-Nixdorf Scenic Pro C5 166 , ca. aus dem Jahre 1997
– Matrox vga-Grafikkarte
– Pentium MMX CPU mit 166 MHz
– 65MB EDO-RAM
– 1.2GB Festplatte IDE

Und natürlich der deadlock-Klassiker: „keyboard not found, press F2“ 🙂

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