* Donald Trumps Trumpfkarte? Digitaler US-Dollar, Rettung des USD, Rollover in Blockchain-Finanzsystem?

(Dieser Artikel ist starke Spekulation.) Dass es sich insbes. die deutsche Presse sehr einfach macht, die US-Regierung auf einen (fast) Desinfektionsmittel trinkenden Präsidenten zu reduzieren, ist nicht neu. Was jedoch im Hintergrund zu laufen scheint, erscheint weder auf dem Radar von Tageszeitungen, noch auf dem Radar privater Stammtische…

Hier nur einige Gedankensplitter: Digital Dollar Project, FED kauft Schulden auf ohne Ende (und erkauft damit Zeit), ein ehemaliger Rechtsexperte einer Kryptowährungsbörse wurde neuer Währungsaufseher, die Nähe einiger Regierungsmitglieder und behördlicher Regulierer zu Fintech-Firmen wie Ripple, einige signifikante Senate-Hearings zum Thema DigitalDollar/CDBCs …. Trump könnte (vielleicht wird das auch erst etliche Jahre oder Jahrzehnte später erkannt) in die Geschichte eingehen als der US-Präsident, der den US-Dollar vor dem Versinken in der Bedeutungslosigkeit bewahrt und ggf. die monetäre Macht Amerikas so gut es ging gerettet hat. Sofern an dieser Theorie etwas dran sein sollte und sofern sich Trump seine Wiederwahl sichern will, sollten/müssten so langsam die ersten Schritte sichtbar werden, um das kranke, gescheiterte (US-)Finanzsystem halbwegs sanft auf neue Füße zu stellen.

Im Gegenzug könnten Anti-Trump-Kräfte jetzt versuchen, die US-Wirtschaft absaufen zu lassen oder die US-Banken in eine Krise zu stürzen; beides würde dann vom Wähler der aktuellen Regierung – also Trump – angelastet. Ob das Stoppen der Repo-Markt-Stützungen durch die FED seit Anfang Juli 2020 damit etwas zu tun hat, wird sich zeigen. Trump hat oft genug keinen Hehl daraus gemacht, die US-Wirtschaft von der FED-Abhängigkeit „befreien“ zu wollen.

Für die enorme Verschuldung der USA verantwortlich ist nicht Trump sondern der Zinseszinseffekt (Exponentialfunktion). Unter der Amtszeit von Präsident Obama nahm die Schuldenlast der USA um einen höheren Betrag zu, als alle Präsidenten vor ihm seit dem 2.Weltkrieg an Schulden in der Summe aufgenommen haben. Hier eine Grafik der Entwicklung der US-Staatsverschuldung von 1940 bis 2008:

https://www.brillig.com/debt_clock/history.gif

Die US-Präsidentschaftswahl findet im November 2020 statt. Es könnten also in Kürze etliche Schlammschlachten, Diffamierungs-Enthüllungen und Machtdemonstrationen bevorstehen.

Dieser Artikel ist keine Verteidigung von Trump, kein Loblied auf seine Politik des Polterns und kein Loblied auf etliche verbale Ausfälle (naja, warten wir mal den senilen Gegenkandidaten Biden und dessen Sprachbrei ab) sondern dieser Artikel soll eine Mahnung sein, dass ggf. historische Anbahnungen/Weichenstellungen/finanzindustrielle Machtkämpfe übersehen und verschlafen werden.
Insbesondere der deutschen Politiklandschaft sei geraten: Wer unentwegt nur über andere herzieht, verliert sich selbst aus den Augen und versäumt den eigenen Fortschritt.
Man sehe sich im Vergleich an, wie sich z.B. mit Macron und Conte zwei europäische Staatsoberhäupter spürbar für CentralBankDigitalCurrencies oder für Blockchainprojekte (u.a. im SupplyChain-Sektor) interessieren, während aus Deutschland gerade mal ein oberflächliches, nach 0815-Wahlprogramm-blabla klingendes Strategiepapier zu verzeichnen war, das im Herbst 2019 erschien und bislang zu keiner sinnvollen wirtschaftspolitischen Debatte geführt hat.

Ob ich mit diesem Artikel richtig liege? Keine Ahnung. Time will tell.


https://www.digitaldollarproject.org/


Screenshot: Live-Webinar von Accenture am 21.7.2020

Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen oder geholfen?
Bedanken Sie sich? Mit einer kleinen Anerkennung für die inhaltliche Arbeit?
Jeder Betrag ist willkommen. Lieben Dank!