** US-Währungshüter Brian Brooks – Blockchain/Krypto-Währungen sind keine Hirngespinste

Brian Brooks, USD-Währungshüter beim US-OCC in einem Gespräch der San Francisco Blockchain Week:

Einige Zitate:

„Banks don’t have to be the way they are now forever. (…) Banks and the concept what a bank is, has to evolve to meet the times, and I think crypto came about at a certain moment of time for a reason. (…) Money has to evolve; that is what crypto is all about. (…) I have been working on the evolution of financial services my whole career (…) and the fact, that now I got to oversee the system that one day will include crypto, is pretty exciting.“

„And so if what crypto aspires to be, is an alternative way of transmitting value across networks versus through centralized banks, that has to start someplace … and that’s the banking system.
(…) we’re going to have to speak to the fact of whether banks can custody crypto. What we think about is national banks being able to custody crypto assets because (…) people who hold a large amount of crypto want a custody in a way that’s safe and secure. Historically banks have been the most important custodian for other assets so that do we think about that activity for crypto? (…)“

„For crypto to get into the ecosystem and really be seen universally as a legitimate form of store of value / of exchange we have to start to answering those questions in the banking system (..) and we will come out and give clarity to that and we’ll do so sooner than most people think.“

Zu deutsch frei übersetzt:

„Banken müssen nicht auf ewig so beschaffen sein wie sie es jetzt sind. Das Konzept der Funktion einer Bank muss zur jeweilige Zeit passen und ich denke, dass Kryptowährungen aus einem bestimmten Grund zu einer bestimmten Zeit auf den Plan traten (Anm: Finanzkrise seit 2008). (…) Geld mus sich weiterentwickeln; genau darum es geht es bei Krypto. (..) Während meiner gesamten beruflichen Laufbahn habe ich an der Evolution von Finanzdienstleistungen gearbeitet (…) und die Tatsache, dass ich nun Aufseher jenes Systems bin, das eines Tages Kryptowährungen enthalten wird, ist schlichtweg aufregend.“

„Wenn Kryptowährung das sind, was sie sein wollen – ein alternativer Weg um finanzielle Werte über Netzwerke zu übertragen anstatt über Banken -, dann muss dieser Entwicklungsprozess irgendwo beginnen … und zwar im Bankensystem. (…) Wir werden über die Tatsache sprechen müssen, das Banken Kryptowährungen (Anm: gemeint ist für Kunden/Investoren) verwahren können (…) weil Personenkreise, die große Mengen an Kryptowährungen/Digitalen Assets halten / halten wollen (Anm: spricht er hier von großen finanziellen institutionellen Investoren?) einen Verwahrungsdienstleister wünschen, der sicher ist. Historisch waren Banken der  wichtigste Verwahrer für andere Anlagen (Anm: z.B. Aktien, Fonds, Edelmetalle etc). (…) Damit Kryptowährungen einen Einzug ins Finanzsystem erhalten und als legitimer Wertspeicher/Wert und Mittel zum Wertaustausch gesehen werden, müssen wir die Antworten auf diese Fragen zuerst im Banksystem suchen (…) und wir werden hier zur Stelle sein und für klare (Anm: meint ggf. ‚regulierte‘) Verhältnisse sorgen; und das wird früher sein als es die meisten Leute erwarten.

Fazit: 2020 – Das Jahr der Digital Assets?

Das komplette Gespräch:

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