vermehrte Kingston 240GB SSD Ausfälle u.a. SA400S37240G – no bootable device – no bootable media – SATAFIRM S11 – zeitweise Aussetzer

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Seit mehreren Monaten beobachten wir gehäufte Ausfälle bei Kingston SSD-Modellen SA400S37240G. Einige starben komplett, andere setzen regelmäßig für 10-30 Sekunden aus; der Rechner reagiert dann zeitweise für etliche Sekunden nicht (Maus bewegt sich, aber Klicks führen z.B. nicht zu einer Aktion).

Auch wenn aktuell hierzu nichts offiziell bekannt ist: Seit Herbst 2019 häufen sich im Kundenkreis Totalausfälle von 2,5″ SATA 240GB SSDs des Hersteller Kingstons der Modellreihe A400. (Update September 2020: Die Geräte sterben scheinbar wie die Fliegen.)
Das betroffene Kaufdatum liegt im Zeitraum 2017. Für den Benutzer äußert sich der Fehler als Boot-Error; sprich: der Rechner geht zwar an, aber das Betriebssystem startet nicht.
Die Meldungen sind entsprechend: „bootsector not found“, „no bootable media“, „no bootable device“.
Die defekten SSDs lassen sich – auch in einem anderen Rechner nicht – mehr initialisieren.
Das BIOS zeigt die SSDs nur noch als „SATAFIRM S11“ oder mit ähnlichen Bezeichnungen an.
KURZUM: Eine Datenrettung (wenn überhaupt) ist nur über ein teures Speziallabor möglich.

Diese SSDs besitzen meist noch 3 Jahre Herstellergarantie; sie sollten im Defektfall also sofort beim Händler reklamiert werden. Seit 2017 verkaufen wie bevorzugt nur noch Samsung Evo/Pro SSDs.

Wenn eine solche SSD bereits immer wieder die o.g. Aussetzer zeigt (Rechner wird für 10-20 Sekunden langsam oder reagiert nicht), gibt es nur eine Handlungsvariante:

  • Schalten Sie einen erfahrenen EDV-Dienstleister ein, damit dieser die „marode“ SSD auf eine neue SSD umkopiert.
  • Diese „geklonte“ Neu-SSD kann dann in Ihren Rechner eingebaut werden; das erspart eine zeit- und kostenintensive Neuinstallation des Rechners. Alle Programme, Daten, Einstellungen, Treiber sind durch das „Klonen“ so wie vorher; nur dass der Rechner keine Ausfälle mehr zeigt.
  • Wenn die teildefekte Kingston-SSD noch in der Garantie ist, erhalten Sie mittlerweile meist eine Geld-Gutschrift von dem damaligen Händler oder Ersatz-SSD, bei der Sie ggf. (sofern es eine bessere als die vorherige ist), nur den Preisdifferenz zahlen.

Sitzt man die o.g. Warnsignale aus, droht irgendwann ein Totalausfall der SSD-Festplatte. Wenn’s blöd läuft, ist dann auch die Garantiezeit vorbei.
D.h. (1.) gibt es keine Garantieerstattung für die SSD mehr,
(2.) ist der Recher nicht nutzbar („der Rechnerausfall passt jetzt zeitlich aber gar nicht“)
(3.) muss das ganze System neu installiert, alle Treiber und Programme wieder eingerichtet werden (3-6 mal teurer als das o.g. Klonen) und
(4.) wenn man keine Datensicherung hat, sind alle Daten verloren bzw. mit Glück zwar rettbar, ggf. jedoch nur durch ein Datenrettunglabor (meist Kosten im Bereich 300-900€)


DAHER GILT IMMER:
Daten sichern, egal wie alt/neu der Rechner oder wie alt/neu seine Festplatte ist!

Auch in einem solchen Falle zeigt sich wieder, wie wichtig eine regelmäßige Datensicherung auf ein externes Medium ist. Gerade SSDs erzeugen durch die Geschwindigkeit bei vielen Nutzern Sorglosigkeit, denn „was schnell ist, kann kein Problem haben“. Während sich bei klassischen Festplatten ernste Probleme oft ankündigen (Rechner wird immer langsamer, Festplatte wird ggf. immer lauter) sterben SSD-Festplatten oftmals schlagartig.
Daher bleibt es bei drei wichtigen Tipps: Backup, Backup, Backup! 😉

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