* Covid19 – gewagte Prognose – drohen Schul-Lockdowns ab September 2021? Wegen unvernünftiger geimpfter Eltern und einer Politik für Wähler anstatt für Kinder/Bildung?

Beitrag teilen, weiterleiten ...

(Kolumne) Ich lehne mich mal aus dem Fenster mit folgender Prognose für die zweite Septemberhälfte 2021:

Spätestens Ende September wird die Presse voll sein von „massiven Covid19-Infektionsraten bei Kindern und Jugendlichen“ und aufgrund des (fehlinterpretierten) Zahlenwerks wird die Politik auf das Impfen von Kindern drängen.

Warum?

Was wir seit dem Sommer 2021 beobachten:

  • geimpfte Erwachsene verhalten sich zum Teil schon wieder so, als seien sie
    (a) unverwundbar (meinetwegen)
    (b) nicht infektiös (falsch!)
    Man trifft sich in geschlossenen Räumen, feiert ausgefallene Feten nach, weiht Partykeller ein und so weiter.
  • in immer mehr Kundenhaushalten hören wir ihn wieder … den Satz … „Herr/Frau X, Sie können die Maske absetzen, denn wir sind zweifach geimpft“ ….. ?????? ….
  • das Bewusstein, dass man als geimpfte Person dennoch so infektiös sein kann, wie zuvor fehlt und wird nicht kommuniziert.
  • immer mehr Erwachsene sind doppelt gegen Covid19 geimpft … und verhalten sich z.T. viel zu locker …
  • hoppla, stellt sich doch glatt heraus:
    „Delta-Viruslast bei geimpften Infizierten genauso so hoch wie bei ungeimpften Infizierten“
    (Details hier)

Natürlich muss man auch relativieren, dass „sich anstecken = sich infizieren“ nicht zwangsläufig auch „erkanken“ bedeutet. Da die Politik jedoch weiterhin auf gemeldete Infektionszahlen schaut und diese nicht mit der der kurzfristigen und mittelfristigen Verlaufsschwere/folgen ins Verhältnis gesetzt werden, muss man die Folgen innerhalb der ggf. fragwürdigen Logik zu Ende denken:

Folgende Preisfragen:

(1) Durchgeimpft zu sein heißt,
dass man die eigene Wahrscheinlichkeit, einen schweren Verlauf zu bekommen, extrem gesenkt hat, insbesondere wenn man durch andere Krankheiten oder einen ungesunden Lebens-/Ernährungsstil vorbelastet ist

(2) Durchgeimpft zu sein heißt NICHT,
dass man sich nicht erneut anstecken kann.
Virus einatmen und fertig ist der Lack .. sprich … das Virus ist im geimpften Körper. Dort verrichtet es – so wie es seine Natur ist – seine Arbeit und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit vom eigenen Immunsystem in Schach gehalten und „geplättet“ … aber, man ist infiziert UND VOR ALLEM – trotz Impfung – INFEKTIÖS, wenn auch weniger als zuvor, aber INFEKTIÖS.

(3) Wer hat keine Lobby? Wer ist aktuell nicht geimpft?
3…….2……1……Richtig ….. Die Kinder im eigenen Hause!

(4) Wer ist geimpft, verhält sich ggf. zu locker (als sei das Jahr 2019) und bekommt aufgrund eines schwachen oder symptomlosen Verlaufs eine Covid19-Infektion nicht mit?
3……2…….1…..Richtig….. Die geimpften Eltern im eigenen Hause.

(5) Und wer lebt dort zuhause auch?
3……2…….1…..Richtig….. Die ungeimpften Kinder.

(6) Und was passiert, wenn die Schule wieder losgeht?
3……2…….1…..Richtig….. Mehrere Schnelltests bereits in den ersten Schulwochen.

(7) Und wer wird da getestet?
3……2…….1…..Richtig….. Viele ungeimpfte Kinder aus geimpften Elternhaushalten, aus denen so manche Eltern sich schon wieder viel zu locker verhalten haben und nicht an Ihre ungeimpften Kinder gedacht haben.
Das heißt was? 3…….2…….1…….Richtig ……. Viele positiv getestete Kinder, wenn die Schule wieder losgeht. Ungeimpfte Menschen haben eine höhere Viruslast als geimpfte Menschen und daher schlagen die Schnelltests zwangsläufig stärker positiv an. Die Erwachsenen sind in großen Teilen geimpft, die Kinder nicht. Daher bleiben viele Infektionen bei geimpften Erwachsenen unentdeckt, viele Erwachsene haben jedoch zuhause die Kinder angesteckt. Infektionen bei Kindern besitzen meist einen milden Verlauf, fliegen aber natürlich bei Schnelltests in den ersten Schulwochen auf, während bei den Eltern die Infektionen (a) bereits wieder verflogen sind und (b) nicht entdeckt wurden bzw. nur rückwirkend beim Nachverfolgungs-Testen der ltern aufgrund infizierter Kinder im Haushalt.

Prognose:

Es würde mich nicht wundern, wenn es die deutsche Politik+Medienlandschaft auch im zweiten Corona-Schuljahr auf Kosten von Bildungszukunft, Kindern und Schulen ver“kackt“ hat. Die oben aufgeführte Herleitung lässt befürchten, dass wir Mitte September nach Schulbeginn folgendes hören werden:
„massive Infektionsraten bei Kindern im Verhältnis zu eher niedrigen Zahlen bei Erwachsenen“
Die Fehlinterpretion durch fehlendes Analyse- und Denkvermögen wird lauten:
„Oh mein Gott. Wir werden alle sterben! Wir müssen die Kinder schützen. Wir müssen die Kinder impfen! Die Kinder sind das Problem!“.

An die Möglichkeit, dass es ein Fehler war, die Kinder/Jugendlichen in den Haushalten zu gefährden, weil man geimpften Erwachsenen zu schnell Lockerungen angedeihen lies bzw. man diese angesichts der Delta-Variante nicht angepasst hat, wird man ggf. denken, sie aber nicht aussprechen, denn „es kann nicht sein, was nicht sein darf“.

Ob es so kommt? Hoffentlich nicht. Aber: Die Unfähigkeit von 90% der Menschen und Bundespolitiker, die ich in den letzten 20 Monaten beobachten musste, was das (a) Interpretieren von Zahlen und (b) voraussschauende Problemenlösungskompetenz angeht und (c) mit Veränderungen des StatusQuo umzugehen, lässt mir da wenig Hoffnung …..

Wer auf einen normalen Schulbetrieb und auf einen normalen Herbst hofft (ich hoffe und gönne das unseren Kindern mit vollem Herzen!!!), könnte sich Ende September bitter enttäuscht sehen … wie praktisch, dass da dann auch die Bundestagswahl bereits gelaufen ist.


Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen oder geholfen?
Bedanken Sie sich? Mit einer kleinen Anerkennung für die inhaltliche Arbeit?
Jeder Betrag ist willkommen. Lieben Dank!