*** Einsteiger-Anleitung: Die erste Kryptowährung in zwei Stunden für 50€ Einsatz! Welche Kryptowährung / Coins / Blockchainprojekte soll ich kaufen, wie und wo? Auch Krypto-Sparplan möglich.

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Immer wieder kommt die Frage auf: „Wie kann ich eine Kryptowährung / Digital Asset erwerben?“ … gefolgt von der Ausrede „ach; ist mir zu umständlich; dafür hab ich grad keine Zeit“.
Dabei ist es eigentlich ganz einfach…

(erstveröffentlicht am 19.06.2020)

Hinweis vom November 2020, Juli 2020, Februar 2021, April 2021:
Angesichts stark steigender / bereits stark gestiegener Kurse fragen Sie sich bitte, ob sie nun einem Trend aus Gier hinterherlaufen bzw. aus der Angst, etwas zu verpassen in Kaufpanik verfallen (Fear of missing out = FOMO). Emotionale Kauf-Entscheidungen enden oft verlustreich! GGf. überlegen Sie sich, ob Sie Rücksetzer abwarten möchten? Verlassen Sie sich nicht auf Mainstreammedien, denn dort wird meist nur berichtet, wenn Höchststände erreicht wurden. Wenn Sie sich ein handlungsfähiges Online-Konto bei einer Kryptowährungsbörse anlegen und dort Ihr gewünschtes Euro-Guthaben hinterlegen, sind Sie schon einmal handlungsfähig, falls es zu Rücksetzern kommen sollte.

Hinweis vom Mai 2021:
Angesichts massive Einbrüche im Preis vieler Blockchain/DLT-Token/Coins (Kryptowährungen) existiert ggf. eine gute Kaufgelegenheit. Ob Sie den Tiefpunkt zum Kauf erwischen oder der Kursverfall weitergeht, kann Ihnen jedoch Niemand garantieren.


Welche Kryptowährung ist die Beste?

Die meisten Coins und Projekte (es gibt derzeit weit mehr als 5000) sind spekulativ und bzgl. deren Durchhaltevermögen und Zukunft schwer einschätzbar.
Aber es gibt auch vielversprechende und bereits gut vernetzte Projekte.

Kaufen / investieren sollen Sie gar nichts, sondern: Sie müssen es selbst wollen.
Und: Wer „selbst wollen will“, der muss sich selbst umfangreich informieren, um dann auch für seine Entscheidungen gerade stehen zu können.
Der schnelle Tipp vom Freund oder Kollegen in der Kaffeepause stellt sich sonst schnell als „Kauf Kinowelt-Aktien!“-Parallele aus Zeiten des „Neuen Marktes“ heraus und wird zum Desaster für a) Geldbeutel und b) die Freundschaft. Kurzum: Jeder ist für sich selbst verantwortlich!
„Die beste“ Kryptowährung wird es nicht geben; es läuft wohl auf diverse Projekte hinaus, die für Ihren Anwendungszweck jeweils Ihre Nische(n) besetzen werden.


Fehleinschätzung 1: Alles umweltschädliche Energieverschwendung?

Beim Bitcoin und anderen durch „Mining“ erzeugten Coins ja; nicht jedoch bei vielen anderen Kryptowährungs-/Tokenkonzepten. Nur weil die Presse lediglich den Oldtimer „Bitcoin“ behandelt, muss nicht zwangsweise jede andere Kryptowährung rechenaufwändig gemined/errechnet werden. Für das XRP-Ledger beispielsweise wurden einmalig 100 Milliarden XRP erschaffen. Auch bei IOTA werden keinen neuen MIOTA-Token mehr generiert. Andere Projekte haben einen Herausgabeplan, d.h. es wurde zu Beginn eine bestimmte Menge Token herausgegeben und in festgelegten Intervallen folgen weitere Mengen. Dies waren nur einige Beispiele.
Auch bei der nötigen Rechenpower für Transaktionen gibt es Unterschiede. Nicht jede Kryptowährung muss mit Rechenleistung gemined werden.

Fehleinschätzung 2: Blockchain-Projekte und Kryptowährungen sind Hype, Spekulation und es tummeln sich dort etliche Betrüger!

Richtig ist: Wie in jeder Branche gibt es gute Firmen, schlechte Firmen, seriöse Projekte, Betrugsprojekte, seriöse Geschäftsführer und Blender. In einer größtenteils noch unregulierten Branche tummeln sich zwangsläufig besonders viele kurzlebige Startups.
Wenn jedoch beispielsweise die Themen „Banking/Payments via Blockchain“ oder „Internet der Dinge / Internet of Value via Blockchain“ ein Flop wären, dann wären weltweit führende Zentralbankchefs, Notenbanken, Finanzeliten, Hedgefonds, Investment- und Bankengiganten (Goldman Sachs, JPM, SBI), Regulierungsbehörden, Unternehmensberatungen, Wirtschaftsprüfer, Juristen, Bankenchefs, Organisationen wie der IWF oder das WeltWirtschaftsForum einem Hype aufgesessen? Und etliche Großkonzerne, Technik-Giganten wie (Telekom, Samsung, LG) und Unternehmen wären Pilotprojekten, Partnerschaften, Beiratsfunktionen mit Blendern eingegangen?
Seien Sie aber vorsichtig, wenn Sie auf Youtube, Twitter, Instagram, Snapchat, Reddit, Facebook & Co. auf Kanäle/Accounts oder Kommentare stoßen, die Ihnen schnellen Profit oder ein ultratolles neues projekt versprechen!!!


Wichtige Fragen und Entscheidungshilfen für Kryptowährungs-Neulinge

Grundsatzfragen:

  • Welcher Typ bin ich? Möchte ich mit Kryptowährungen auf tages-/wochenbasis zocken? Oder lieber investieren? Welchen Stress tue ich mir dabei an?
  • Kaufe ich die bekanntesten Kryptowährungen? Oder die billigsten? Oder die mit dem besten Anwendungspotential?
  • Kaufe ich dann, wenn Alle kaufen und die Presse das Thema behandelt (FOMO = Panik, den Anschluss zu verpassen)? Oder kaufe ich, wenn der Markt durchatmet?
  • Kaufe ich eine Kryptowährung, nur weil sie mir jemand empfohlen hat, ohne dass ich selbst recherchiere? Oder mache ich mir ein eigenes Bild von den verschiedenen Projekten und deren Coins?
  • Bringe ich die Bereitschaft mit, dauerhaft bzgl. Informationen am Ball zu bleiben?
  • Setzten sich langfristig Utopien durch? Oder eher Industrie, Lobby und Staaten? Oder wird es Ko-Existenzen geben? Welchen eher ideell getriebenen Projekte traue ich eine Zukunft zu?

Wer auf den Projektcharakter Wert legt (Wert statt Preis), kann sich folgende Fragen stellen:

  • Löst ein Projekt ein oder mehrere reale Probleme? (bestimmter Branchen, Menschen, Regionen etc)?
  • Wenn ja, welche Rolle spielt der projekteigene Coin dabei?
  • Wer gründete das Projekt? Sind größere Firmen oder Finanzunternehmen darin investiert bzw. gaben sie Startfinanzierungen? Wenn ja, welche?
  • Welche Firmen/Personen sind im Team? Welche im Beirat? Welche Historie haben diese?
  • Wie vernetzt sind diese Firmen/Personen?
  • Gibt es juristische Fallstricke für das Projekt? Wie sieht die Zusammenarbeit mit Verbänden, Regulierern etc aus?
  • Gibt es bestehende Partnerschaften, Pilotprojekte oder bereits aktive Anwendungen?
  • Was beeinflusst den Wert des Coins (abgesehen von Spekulanten oder Marktmanipulationen)?
  • Nicht jedes Pilotprojekt führt auch zu einer Zusammenarbeit!
  • Nicht jede Partnerschaft führt zu einem Erfolg oder einer Steigerung des Projektwerts!

Welche Coins / Projekte gibt es?

  • aller Anfang ist schwer; am besten schlägt man einfach mal nach
    • auf https://www.coingecko.com/de gibt es eine Liste tausender Crypto-Coins/Projekte, absteigend sortiert nach Marktkapitalisierung
    • auf der nach – EU-Recht regulierten – deutschsprachigen Kryptobörse Bitpanda gibt es eine „gekürzte“ Liste
  • im nächsten Schritt sollte man sich etliche Projekte vornehmen, deren Homepages betrachten, über sie recherchieren und – sofern man investieren will anstatt hochriskant herumzuzocken – deren Projektwert und Marktreife einschätzen
  • Presse, Medien und viele Berater tun der Branche und der Technik Unrecht, wenn Sie aussschließlich nur von Kryptowährungen (und dort nur über eine bestimmte) sprechen/schreiben. Es gibt viele spannende Projekte. Welche davon überleben werden? Machen Sie sich ein eigenes Bild. Dieser Sektor steckt gerade in der Phase, in der sich die Internetbranche zu Zeiten des „neuen Marktes“ (1997-2003) befand. Damals trennten sich auch erst nach Jahren die „hochgejubelten Himmelsstürmer“ von den „überlebensfähigen Projekten“.

Wo kauft / experimentiert man als deutschsprachiger Krypto-Einsteiger
mit Kryptowährungen ?

  • für Kryptoneulinge aus Deutschland ohne Englischkenntnisse sehr empfehlenswert ist:
    • Bitpanda.com – umfassende und sehr einfach bedienbare Kryptobörse mit Sitz in Wien; EU-reguliert, mit Banklizenz der österr. FINMA
    • in sehr begrenztem Umfang auch die BISON App der Börse Stuttgart (nur auf Smartphone / Tablet; nur wenige Coins; etliche wichtige Assets fehlen)
      .
  • für englischsprachige Kryptoneulinge ist evtl. Uphold (www.uphold.com) empfehlenswert
    (Sitz in den USA, San Francisco)
    .
  • Hinweis: Die Transaktionsgebühren bei Bitpanda sind etwas teurer als bei vielen internationalen Kryptobörsen. Bitpanda ist jedoch (a) sehr einfach und intuitiv für Neulinge bedienbar, (b) deutschsprachig, (c) im Rechtsraum der EU ansässig, (d) im Besitz einer österr. Bankenlizenz und (e) reguliert durch die österr.Bankenaufsicht FINMA
    Erfahrene Profis können – im selben Account – auf die günstigere, aber kompliziertere Trading-Plattform BitpandaPro wechseln. Dort sind u.a. auch Limit-Orders sowie stop-buy/stoploss-Orders möglich.

Einen xyz-Coin kann ich mir nicht leisten!

Der Vorteil von Kryptocoins ist: sie sind teilbar. Sie können auch Bruchteile erwerben; z.B. 0,01 oder 2,334 Anteile.
Es muss ja auch nicht unbedingt der eine bekannte Coin sein, nur weil Masse und Massenmedien seit über 8 Jahren keinen anderen Namen kennen.

Übrigens: Fintech-Startups wie Sologenic oder Uphold bereiten die Tokenisierung klassischer Assets vor; d.h. damit wäre es dann z.B. möglich, eine Zehntel-Apple-Aktie oder eine Viertel-Tesla-Aktie zu erwerben, wenn das Geld für einen ganzen Anteil fehlt.


Los geht’s: Die erste Kryptowährung kaufen (50€) in 3 Abenden.

Eine mögliche Roadmap für Bitpanda:

  • Tag 1: 
    • Melden Sie sich bei Bitpanda.com an. Planen Sie dafür 45 bis 90 Minuten Zeit ein und ggf. mehrere Anläufe ein.
      Halten Sie Ihren Personalausweis und Ihr Smartphone bereit, denn Sie müssen in einem zweiten Schritt Ihre Identität nachweisen. Das geschieht durch ein Telefonat mit einem freundlichen Mitarbeiter auf Ihrem Smartphone (oder am Computer per Webcam). Keine Angst, das funktioniert in den meisten Fällen sehr gut!
      Geschafft … die größte große Hürde ist genommen. Stöbern Sie einfach einmal innerhalb Bitpanda herum.
      .
  • Tag 2:
    • Laden Sie Ihr Bitpanda-Konto z.B. mit 50 EUR auf. Loggen Sie sich dazu bei Bitpanda ein.
      Dort gehen Sie im Bereich „Wallets“ auf Ihr „EuroWallet“ und dort auf die Funktion „Euro einzahlen“.
      Am preiswertesten und am einfachsten ist die normale SEPA-Bank-Überweisung (kostenfrei; dauert ggf. 1-3 Werktage).
      Von diesem „Euro-Wallet“ können Sie dann Kryptowährungen kaufen. Bei Verkäufen wird der Betrag Ihrem Bitpanda-„Euro-Wallet“ gutgeschrieben.
      .
  • 2-3 Tage später (nachdem Ihre SEPA-Überweisung im Bitpanda-Euro-Wallet gutgeschrieben wurde):
    • Kaufen Sie sich von den aufgeladenen 50 EUR – nur damit Sie es mal gemacht haben – Ihre ersten Krypto-Coins, z.B. ein paar XRP, ADA, IOTA, sofern Sie diesen Projekten vertrauen würden oder später auch einen Mini-Bruchteil Bitcoin oder andere Ihrer Wahl.
      Hierzu gehen Sie innerhalb Ihres Bitpanda-Zugangs auf „Preise“ und klicken beim gewünschten Coin auf die Schaltfläche „Kaufen“. Der Kaufpreis wird dann aus Ihrem Bitpanda-Euro-Wallet umgebucht.
      Später können Sie beispielsweise weitere Eurobeträge per SEPA-Überweisung auftanken und sich davon weitere Kryptowährungen kaufen, wenn Sie – nur um es mal gemacht zu haben – ein paar Bitcoin-Anteile besitzen wollen.
    • Die Zukunft wird viele weitere Anwendungsfälle bringen; Kreditkarten mit hinterlegten Kryptowallets, Kryptowallets innerhalb von Paypal, auf Smartphones, ggf. in Autos und vieles mehr!
      .
  • danach gilt:
    • absolvieren Sie die kostenfreien interaktiven Lernkurse auf der Bitpanda Akademie
    • durchstöbern Sie die Online-Medien, Plattformen wie Youtube, Onlineportale, Homepages der jeweiligen Blockchain-Projekte und andere Quellen regelmäßig nach neuen Informationen und bewerten/prüfen Sie diese.
      Informieren Sie sich über Projekte, Teams, Vertragspartnerschaften, Anwendungsfälle und aktive Projektarbeiten/Produkte. Führen Sie regelmäßig einen „Realitätsabgleich“ durch.
    • Wo und wie sie solche Informationen finden? Das müssen Sie selbst bewerkstelligen, finden Sie Ihren eigenen Weg und Ihre eigenen Lieblingsprojekte / Informationsquellen.
    • Fallen Sie nicht auf Betrugsmaschen herein!
    • Kaufen Sie nichts, nur weil jemand es empfohlen hat. Stellen Sie Ihre eigenen Recherchen an!
      (Do Your Own Research)

– DIESER ARTIKEL IST KEINE ANLAGEBERATUNG
– INVESTIEREN/RISKIEREN SIE NICHT MEHR, ALS SIE ZU VERLIEREN VERKRAFTEN
– SIE SIND FÜR IHR GELD, IHR UMFELD; IHRE FAMILIE SELBST VERANTWORTLICH
– STEUERASPEKTE BEACHTEN! (z.B. Haltefristen bzgl. Steuerfreiheit/sätzen, Haltefristen bei Staking etc.)
– AKTIVIEREN SIE UNBEDINGT DIE 2-Faktor-Authentifzierung des Bitpanda-Kontos


Anhang 1)
Wohin mit den gekauften Token?

Auf der externen Kryptowährungsbörse lassen? Oder selbst verwaltete Wallets?

Machen Sie den vierten Schritt nicht vor dem ersten Schritt.

Am sichersten sind Ihre Token in einer eigens verwalteten Hard- oder Software-Wallet, deren meist 20-24-Passwörter umfassenden Schlüssel Sie nicht verlieren dürfen. Verlust oder Entwendung durch Dritte bedeutet Totalverlust! Hardware-Wallets sind z.B. Ledger Nano X (www.ledger.com) oder die Bitbox (www.shiftcrypto.ch).
Softwarewallets sind z.B. die Exodus Wallet (www.exodus.com) oder die BRD Wallet (www.brd.com).

Bestellen Sie NIEMALS Hardware-Wallets in Amazon, ebay oder auf anderen Portalen; Sie bestellen sonst ggf. manipulierte Geräte und gefälschte Produkte und verlieren Ihre Token an Betrüger!
Suchen Sie im Internet (und in App-Stores) NIEMALS nach Wallet-Downloadseiten, sondern nutzen Sie nur die oben aufgeführten Internetseiten; Sie landen sonst ggf. auf gefälschten Seiten und verlieren Ihre Token an Betrüger!

Fallen Sie bitte NIEMALS auf Betrugsmaschen herein, die Sie dazu bewegen wollen, für ein Gewinnspiel oder für eine Vermehrung Ihrer Kryptowährungen eine bestimmte Anzahl von Kryptocoins an irgendeine Adresse zu schicken. Das sind betrügerische SCAMS! Mehr dazu hier.


Anhang 2)
Durchschnitts-Strategie (EuroCostAveraging = ECA) per Sparplan?

Auf Bitpanda.com können Sie z.B. einen wöchentlichen oder monatlichen Kryptowährungs-Sparplan per regelmäßiger Banklastschrift einrichten. Z.b. jeden Montag 30€ Kryptowährung1, und einmal pro mit Monat 20€ Kryptowährung2 usw.

Meine Meinung: Sparpläne sind zwar bequem, aber die weitaus größeren Renditechancen erhält man natürlich
1.) durch die Fokussierung auf sorgfältig recherchierte Kryptocoins guter Blockchain-/DLT-Projekte und
2.) gezielte – mindestens 1x wöchentliche – Marktbeobachtung und
3.) dem gezielten Zukauf in Schwächephasen oder „Bärenmärkten“ und
4.) dem Halten („hodlen“) über die jeweilige nationale Haltefrist zwecks Kapitalertragssteuerfreiheit beim Verkauf.


Anhang 3)
Bitpanda BCI5 BCI10 BCI25 Krypto-Index / Kryptoindex – Steuerfalle? Vertragstext?

Es gibt auf Bitpanda auch drei sogenannte Bitpanda-Krypto-Indizes (BCI):
BCI5 (ausgewählte Top-5 Kryptowährungen), BCI10 (Top-10) und BCI (Top-25).

Diese Indizes werden monatlich bzgl. Ihrer Zusammensetzung geprüft und ggf. mehrmals im Jahr umgeschichtet. Die Zusammensetzung richtet sich jedoch nach Marktkapitalisierung und Liquidität, nicht unbedingt nach Projektqualität und Projektpartnerschaften; über die Zusammensetzung der Indizes entscheidet also eher der Herdentrieb der Groß- und Kleinanleger (vor allem letzere liegen bekanntlich nicht immer richtig) anstatt eine fundierte und wirtschaftsorientierte Projekt- oder Risiko-/Nutzen-Analyse.

Die Indizes können mit Sparplan-Funktion regelmäßig automatisch oder auch manuell gekauft/verkauft werden.
Diese BCI-Indizes bergen jedoch ggf. eine Steuerfalle, da bei der monatlichen Umgewichtung durch das Indexmanagement Verkäufe unterhalb der einjährigen Haltefrist auftreten, egal ob Sie einen solchen BCI als regelmäßigen Sparplan laufen haben oder ihn einmal gekauft und liegen gelassen haben.
Bitpanda bzw. das BCI-Prospekt schreibt hierzu im Kapitel „Ertragssteuerliche Aspekte“:

„Im Rahmen des IndexProdukts werden dem jeweiligen Kunden die einzelnen IndexProdukte direkt zugerechnet Demzufolge sind auch Änderungen im IndexProdukt direkt auf Ebene des Kunden für steuerliche Zwecke zu analysieren. Derartige Änderungen können nach Erwerb eines IndexProdukts aus folgenden Gründen eintreten: Mit einem IndexProdukt kommt es regelmäßig unterjährig zu einem automatischen Rebalancing. Dabei werden die im IndexProdukt gehaltenen Einzelpositionen an den Aufteilungsschlüssel gemäß IndexMethodik zu einem vertraglich zugesicherten Stichtag angepasst. Diese Änderungen im Index führen zu entsprechenden Kauf/Verkaufsaufträgen im Auftrag des Kunden. (…) Insbesondere im Rahmen von Rebalancing-Events kann es daher unterjährig regelmäßig zur Realisierung von Wertsteigerungen/verlusten kommen die innerhalb der Spekulationsfrist steuerpflichtig sind.“

Meine Meinung: Für mich sprechen gegen die BCI-Indices:
a) steuerliche Fallstricke durch die Rebalancing-Events, da der Käufer in der Belegpflicht ist. Es wäre schöner, wenn man die im BCI-Sparplan z.B. jeden Monat gekauften Coins direkt erhalten sowie dauerhaft behalten würde. Es wäre zudem kunden- und steuerfreundlicher, wenn nach einem Rebalancing lediglich nur „neu aufgenomme“ Coins oder dieselben Coins in anderen Gewichtung hinzukommen würden.
b) die Zusammensetzung der BCI-Indices anhand Marktkapitalisierung und Liquidität. Schöner wären thematische Indices wie z.B. „Industry-DLT-Projects“, deren Portofoliozusammensetzung anhand fundamentaler Analysen der jeweiligen Projekt-Teams, Projekt-Partnerschaften, Roadmaps und bereits produktiver Produkte/Dienstleistungen vorgenommen würde.


Anhang 4) Aktien / Edelmetalle auf einer Kryptowährungsbörse kaufen/verkaufen ?

Ja, auch das geht u.a. bei Bitpanda.com. Der Vorteil ist, dass auch Bruchteile von Titeln erworben/verkauft werden können, beispielsweise eine Viertel- oder Zehntel-Aktie, wenn das Geld für eine ganze Aktie fehlt. Es sieht aber danach aus, als wären dies steuerrechtlich „Derivate“. Infovideo hier.

Auf Bitpanda.com finden sich z.B. – auch bruchteilig handelbar
a) Aktien wie Apple, Microsoft, Amazon, Google, Tesla, Visa, Nvidia, Mastercard, Paypal, Adobe, Coca Cola, Pfizer, Netflix, McDonalds, VW, SAP, Allianz, Dt.Telekom, Daimler, ZoomVideo, BMW, Bayer u.a.
b) Edelmetall-Anteile, die physisch auf Ihren Namen hinterlegt werden
c) ETF’s sind in Vorbereitung.

Auf Uphold.com finden sich z.B. – auch bruchteilig handelbar
a) Aktien wie AMD, Microsoft, Amazon, Intel, Facebook, Johnson+Johnson, Adobe, Nvidia, Bank of America, Boeng, Disney, Mastercard, Netflix, Tesla, Visa u.a.
b) Trusts wie der SPDR Gold Trust, SPDR XLF,
c) nationale Währungen
d) ETFs (u.a. ishares)
e) Edelmetall-Anteile

Meine Meinung: Aktuell bzgl. steuerlicher Unklarheiten lieber noch Finger weg von Aktien/Edelmetall-Anteilen auf Kryptowährungsbörsen. Stattdessen lieber hierfür die klassischen „Kanäle“ nutzen. Oder einen kryptoaffinen Steuerberater fragen … den werden Sie hier in Deutschland aber kaum finden.


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