Anleitung: ScanToFTP statt ScanToSMB für Konica Minolta bizhub und Develop ineo+ Multifunktionsgeräte ohne SMB v2 Unterstützung (ScanToPC / ScanToFolder)

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Etliche ältere, aber treue Business-Bürodruck/kopier/Scan-Systeme u.a. der Marken Konica Minolta / Develop ineo+ können aufgrund Windows10-Updates ca. seit Anfang 2020 keine Scan-Dateien mehr auf Netzwerk-/Verzeichnisfreigaben von Windows10-Rechnern ablegen. Der Grund dafür ist die Abschaltung des alten smb Version1 – Protokolls durch regelmäßige Windows-Updates auf den betreffenden Scan-Zielrechnern.

Die nachfolgende Lösungen sind u.a. geeignet für folgende Geräte, die keine smbv2-Unterstützung bieten:

Olivetti d-Color MF201plus (Konica Minolta bizhub C203 , Develop ineo +203)
Olivetti d-Color MF250 (Konica Minolta bizhub C253, Develop ineo +253)
Olivetti d-Color MF350 (Konica Minolta bizhub C353, Develop ineo +353)
Olivetti d-Color MF220 (Konica Minolta bizhub C220, Develop ineo +220)
Olivetti d-Color MF280 (Konica Minolta bizhub C280, Develop ineo +280)
Olivetti d-Color MF360 (Konica Minolta bizhub C360, Develop ineo +360)
Olivetti d-Color MF451 (Konica Minolta bizhub C452, Develop ineo +452)
Olivetti d-Color MF551 (Konica Minolta bizhub C552, Develop ineo +552)
Olivetti d-Color MF222 (Konica Minolta bizhub C224, Develop ineo +224)
Olivetti d-Color MF282 (Konica Minolta bizhub C284, Develop ineo +284)
Olivetti d-Color MF362 (Konica Minolta bizhub C364, Develop ineo +364)
Olivetti d-Color MF452 (Konica Minolta bizhub C454, Develop ineo +454)
Olivetti d-Color MF552 (Konica Minolta bizhub C554, Develop ineo +554)
Olivetti d-Color MF3000 (Konica Minolta bizhub C35, Develop ineo +35)
Olivetti d-Color MF3300 (Konica Minolta bizhub C3350, Develop ineo +3350)
Olivetti d-Color MF3800 (Konica Minolta bizhub C3850, Develop ineo +3850)

(Herzlichen Dank an unsere Freunde von Beierlein Büromaschinen-Service für die obige Geräteliste!)
Ab der Olivetti MF222plus Serie ist es möglich via SMB 2.0 zu scannen.
Bei der MF222 ohne-plus Serie gibt es angeblich Firmwareupdates, die smbv2-Unterstützung nachrüsten.


Lösungsvariante 1: Reaktivieren des smbv1-Servers
(eher nicht empfohlen)

Die einfache – aber nicht dauerhaft gangbare sowie unsichere – Lösung ist die Reaktivierung von smb v1 auf jenen Rechnern, die in den Büromultifunktionsgeräten als Scanziele hinterlegt sind. Wie das geht, beschreibt ein anderer Artikel dieses Blogs.


Lösungsvariante 2: ScanToFTP

Hierzu muss auf den Scanziel-Rechnern in den Windows10-Einstellungen derFTP-Dienst konfiguriert und dann im Adressbuch des Multifunktionsdruckers/scanners der Adressbucheintrag (Scan-Ziele) entsprechend neu angelegt/angepasst werden.

So geht’s:

Klicken Sie per Linksklick auf den Windows-Startmenüknopf, um das Startmenü zu öffnen.
Dort tippen Sie auf der Tastatur – während das Startmenü geöffnet ist – das Wort „Features“ (ohne „“)
und klicken den Vorschlag „Windows Features aktivieren oder deaktivieren“ an.

Im dann erscheinenden Fenster rollen Sie runter zum Punkt
„Internetinformationsdienste“ und klappen ihn auf.
Nun setzen Sie die Haken „FTP-Dienst“ und „ISS-Verwaltungskonsole“.

Gehen Sie nun in der Windows-Systemsteuerung in den punkt „Verwaltung“.
Dort rufen Sie die „Internetinformationsdienste (IIS)-Manager“ auf.

Im Fenster „IIS-Manager“ klicken Sie in der linken Spalte
ganz oben mit der RECHTEN Maustaste auf den Namen des Rechners
und wählen dann den Punkt „FTP-Site hinzufügen“:


Tragen Sie nun einen beliebigen Sitenamen ein, am besten „Scan“.
Im Feld Inhaltsverzeichnis geben Sie einen Ordner an, der auf dem aktuellen Rechner existiert und der die Scandateien empfangen soll; z.b. c:\scan\

Das nachfolgende Fenster stellen Sie wie folgt ein und klicken auf „Weiter“:

Im folgenden Fenster wählen Sie „Standard“ und stellen die Optionen wie folgt ein:

Der FTP-Benutzername wurde somit als „Scan“ festgelegt.
Wichtig: Ein Benutzer dieses Namens muss auf dem Rechner als windows-Benutzer angelegt sein. Dieses Windows-Benutzerkonto sollte den Kontotyp „Standardbenutzer“ besitzen und muss mit einem Windows-Kennwort ausgestattet sein.

Nun klicken Sie auf „Fertigstellen.“

Als nächstes müssen Sie sicherstellen, dass die Windows Defender Firewall des Scanziel-Rechners im betreffenden Netzwerkprofil den FTP-Server zulässt = genehmigt:

Starten Sie nun den Scanziel-Rechner neu:

Am Multifunktionsgerät legen Sie nun als ScanZiel im Adressbuch den betreffenden Rechner im Modus FTP an:

  • „Hostadresse“ ist der Netzwerkname bzw die IP-Adresse des Scan-Ziel-Rechners, auf dem Sie soeben den FTP-Dienst aktiviert haben. Setzen Sie hier den entsprechenden Wert Ihres Scan-Ziel-Rechners ein.
  • „Dateipfad“ ist der Ordnerpfad innerhalb des FTP-Inhaltsverzeichnisses; es genügt also der Wert „/“
  • „anonym = aus“ besagt, dass sich das Gerät beim Scannen per FTP mittels dortigem Windows-Benutzername Kennwort anmelden muss. Hierzu dienen dann die Eingabefelder „Benutzerkennung“ und „Passwort“, wo die Werte des Windows-Benutzers eingetragen werden müssen, dem etwas weiter oben die FTP-Zugriffsrechte (Autorisierung)n zugewiesen wurden.
  • die anderen Werte so einstellen wie oben abgebildet.

FERTIG!

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